Mercedes A-Klasse-Produktion in Brasilien läuft zum Jahresende aus

19. September 2004, 19:11
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Herstellung nur noch im badischen Rastatt

Stuttgart - Im DaimlerChrysler-Werk im brasilianischen Juiz de Fora naht das endgültige Aus für die Produktion der Mercedes-A-Klasse. Nur noch bis Jahresende sollen dort Fahrzeuge der alten Baureihe für den südamerikanischen Markt vom Band laufen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". Der Nachfolger wird nur noch in Rastatt gefertigt. Für die neue A-Klasse gibt es früheren Angaben zufolge 50.000 Vorbestellungen.

Bereits Ende 2002 hatte DaimlerChrysler angekündigt, in Juiz de Fora künftig den Smart Formore bauen zu wollen, der ab 2006 auf den amerikanischen Markt kommen soll. Über die Fortführung der A-Klasse-Produktion wurden damals keine Angaben gemacht. Nun sollen dort nur noch bis Ende 2004 je nach Nachfrage Fahrzeuge der alten A-Klasse für den südamerikanischen Markt gebaut werden. Im A-Klasse-Hauptwerk wird bereits der Nachfolger produziert, der am 10. September auf den Markt kommen wird. DaimlerChrysler hatte die nördlich von Rio de Janeiro gelegene Fabrik im April 1999 eröffnet. An das 820 Mio. Dollar teure Investment wurden große Erwartungen geknüpft. Die Kapazität war für rund 70.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt. Doch die Krise in Brasilien und in anderen südamerikanischen Märkten machte Daimler einen Strich durch die Rechnung. Die A-Klasse erwies sich als zu teuer für diese Märkte.

Die avisierten Produktionszahlen wurden nie auch nur ansatzweise erreicht, wie die Zeitung berichtete. Mit der A-Klasse verschwindet auch die C-Klasse aus den Werkhallen in Juiz de Fora. Von dieser Modellreihe wurden in Brasilien seit 2001 Fahrzeuge in relativ geringer Stückzahl für den amerikanischen Markt montiert.

Die rund 1.500 Mitarbeiter in Juiz de Fora werden dem Bericht zufolge ab Anfang 2005 auf ihre künftige Tätigkeit vorbereitet.(APA/AP)

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