"Migration in die Depression?"

8. September 2004, 13:31
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Studie: Hinweise auf Depressionen bei Umzug Westdeutscher nach Ostdeutschland

Leipzig - Der Umzug nach Ostdeutschland kann Westdeutsche einer Studie zufolge krank machen. Leipziger und Ulmer Mediziner hätten bei den Betroffenen Hinweise auf Depressionen gefunden, wie die Universität Leipzig am Mittwoch mitteilte. Der Umgewöhnungs- und Anpassungsprozess belaste die Westdeutschen psychisch mehr als umgekehrt die Ostdeutschen bei einem Wechsel in den Westen. Für die Studie "Migration in die Depression?" wurden im vergangenen Herbst insgesamt 2.066 Personen im Alter von 14 bis 93 Jahren in Ost- und Westdeutschland befragt.

Die Westdeutschen scheinen um ihre Situation zu wissen: Sie schätzen sich als missmutiger und depressiver ein als die Ostdeutschen im Westen. Bei Frauen waren Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und Missmut deutlich stärker ausgeprägt als bei den männlichen Befragten. Bei Untersuchungen zur Befindlichkeit der Deutschen müsse künftig stärker berücksichtigt werden, wo die Befragten aufgewachsen seien, sagte der an der Studie beteiligte Leipziger Psychologe und Soziologe Elmar Brähler. (APA/dpa)

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