Knowle strebt den Doppel-Titel an

6. September 2004, 18:30
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Auslosung meinte es trotz Setzung mit Partner Zimonjic nicht gut - Doppel-Leben erschwert Einzel-Karriere

New York - Im Schatten der Einzelauftritte ist auch ein österreichischer Wimbledon-Finalist dieses Jahres erfolgreich in das US-Open-Turnier eingestiegen. Der 30-jährige Julian Knowle, der an der Seite von Nenad Zimonjic heuer als erster Österreicher das Doppel-Endspiel auf dem "Heiligen Rasen" erreicht hat, ist zwar in New York mit seinem serbischen Partner als Nummer neun gesetzt, doch die Auslosung meinte es trotzdem nicht gut mit dem Duo. Noch nicht entschieden hat sich Knowle, wie es mit ihm im Einzel weiter gehen wird.

French-Opensieger schon bezwungen

Knowle/Zimonjic haben ihre Gefährlichkeit mit einem 6:1,6:4-Erfolg über die Überraschungs-French-Open-Sieger Xavier Malisse/Olivier Rochus schon bewiesen. Aber nun müssen die Beiden gegen die frisch gebackenen Olympiasieger Fernando Gonzalez und Nicolas Massu antreten. Besonders Letzterer ist in Chile zum Nationalhelden geworden, weil er auch im Einzel Gold geholt hat. Es waren die ersten beiden Goldmedaillen für die Chilenen in der olympischen Geschichte überhaupt.

"Mit der Auslosung haben wir wirklich kein Glück gehabt", meinte auch der 30-jährige Vorarlberger. Für ihn ist aber der Traum, auch ein Mal ein Grand-Slam-Turnier im Doppel zu gewinnen, keineswegs ausgeträumt - auch nicht beim diesjährigen Turnier in New York. "Wir waren ja schon ein Mal in einem Finale und haben gezeigt, dass wir alle schlagen können. Vom Potenzial her können wir sicher eines dieser vier Grand-Slams gewinnen", so Knowle.

Einzel leidet unter Doppelerfolg

Der große Erfolg im Doppel bringt aber auch eine Misere mit sich. Denn die Einzelkarriere Knowles leidet darunter. Darum überlegt er auch schon länger, ob er sich nicht ganz auf das Doppel konzentrieren soll. "Ich habe mich noch nicht entschieden. Es ist halt sehr schwierig: Dadurch, dass ich im Doppel so gut spiele, habe ich heuer so wenig Einzel gespielt wie nie zuvor." Und so liegt er im Doppel-Ranking an hervorragender 21. Stelle, im Einzel ist er aber auf Platz 251 zurück gefallen. Bei den hoch dotierten Doppelturnieren findet er bei parallelen Einzel-Events keinen Platz im Hauptfeld und muss zumindest in die Qualifikation. "Es ist nicht einfach, das Ganze zu kombinieren." (APA)

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    Julian Knowle

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