Tiroler Gendarmerie fahndet nach WLan-"Hackern"

26. September 2004, 14:55
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Täter könnten aus Ungarn stammen und verschaffen sich über drahtlose Funkverbindungen Zugang zu privaten PCs

Die Tiroler Gendarmerie fahndet nach Computerhackern. Die möglicherweise aus Ungarn stammenden Tätern agieren per Laptop vom Auto aus und verschaffen sich über drahtlose Funkverbindungen Zugang zu privaten PCs.

Laut Kriminalbeamten gebe es gesicherte Informationen aus Ried im Oberinntal (Bezirk Landeck), dass sich eine bisher unbekannte Person über unverschlüsselte bzw. ungesicherte WLAN -Verbindungen (drahtlose auf Funk basierende Netzwerkverbindungen) unter anderem Zugang zu privaten PCs verschafft und dort Daten "sichtet", aber auch Internetverbindungen - zu welchem Zweck auch immer - auf Kosten des jeweiligen PC-Inhabers (also auf fremde Kosten) aufbaut. Die Internetverbindungen könnten dann zum Download größerer Datenmengen oder möglicherweise auch zum Herstellen von Telefonverbindungen (kostenintensiven Mehrwertnummern) missbraucht werden.

WarDriving

Es können aber auch im Namen des PC-Inhabers andere Aktivitäten durchgeführt werden. Der bzw. die Täter benutzen ein Fahrzeug (Marke, Type und Farbe des Fahrzeuges sowie das internationale Unterscheidungskennzeichen sind nicht bekannt, es könnte sich um ein ungarisches Kennzeichen handeln) und suchen offensichtlich ungesicherte WLAN-Verbindungen. Sie agieren mit einem Notebook und einem "Headset" aus dem Fahrzeug heraus.

Empfehlungen

Wenn sie fündig werden, stellen sie unter anderem über den ungesicherten PC eine Internetverbindung her. Dies sei sehr leicht möglich, wenn der Inhaber des PC die Internet-Einwahlroutine auf "automatische Einwahl" gestellt habe, also "User" und "Passwort" der Bequemlichkeit halber bereits fix gespeichert seien. Mit wenig Aufwand könne man im privaten Bereich ein WLAN relativ sicher machen. Man sollte die Verschlüsselungs-Standards WEP oder WPA verwenden (in einigen Betriebssystemen bereits integriert oder mit Downloads aktualisierbar, man müsse sie eigentlich nur noch aktivieren, rieten die Experten). Um zweckdienliche Hinweise wurde ersucht.(APA)

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