Geheimnisvolle Sterbetafeln

8. Februar 2005, 19:34
posten
Neben dem Rechnungszins ist die Sterbetafel für die Lebensversicherungen die wichtigste Rechnungsgrundlage zur Berechnung der Prämie. In Österreich stammt die aktuelle Sterbetafel aus dem Jahr 1991, in Deutschland aus 1994. Eine Sterbetafel ist eine statistische Quelle, die angibt, wie viele Personen einer großen Anfangsgruppe gleichaltriger Personen nach einem Jahr, nach zwei, drei, vier usw. Jahren noch leben.

Setzt man beispielsweise die Zahl der im Alter von 55 Jahren Gestorbenen ins Verhältnis zur Zahl derer, die zu Beginn des Alters 55 Jahre noch lebten, so erhält man daraus die einjährige Sterbenswahrscheinlichkeit für einen 55-Jährigen. Sterbetafeln basieren auf der Beobachtung der Bevölkerung. Weil Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer, wertet man das Beobachtungsmaterial für Männer und Frauen getrennt aus. Dies führt zu unterschiedlichen Sterbetafeln für Männer und Frauen. Daher zahlen Frauen in der Kapitalversicherung niedrigere und in der Rentenversicherung höhere Beiträge. (DER STANDARD Printausgabe 02.09.2004)

Share if you care.