Küng: Von Krenn-Rücktritt ist mir nichts bekannt

2. September 2004, 18:51
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Für den Apostolischen Visitator ist ein dementsprechender "News"-Bericht "Potpourri von Wahrheit und Erfindung"

Wien - Bezüglich des angeblichen Rücktritts von Bischof Kurt Krenn sei ihm nichts bekannt, auch nicht bezüglich des Datums, an dem die Apostolische Visitation beendet sein soll. Das erklärte der Apostolische Visitator für die Diözese St. Pölten, Diözesanbischof Klaus Küng, Mittwoch zu dem Bericht im morgen, Donnerstag, erscheinenden "News". Er bezeichnete die "News"-Vorausmeldung als "Potpourri von Wahrheit und Erfindung".

In einer "Kathpress" übergebenen Erklärung hält Küng weiters fest: "Aus der Tatsache, dass ich auch zeitweise zur Erledigung mancher Dinge in meiner eigenen Diözese anwesend sein muss, sollten keine falschen Rückschlüsse gezogen werden."

"Finanzielle Not"

Der "ehemalige Seminarist", von dem im "News"-Bericht die Rede ist, habe sich an ihn gewandt, einerseits weil er über seine Zeit im Seminar - einige Monate - aussagen wollte, andererseits, weil er derzeit arbeitslos sei und sich in finanzieller Not befinde, erklärt Küng. "Es dürfte wahr sein, dass schon im Sommer 2003 in den PC-Verlaufsprotokollen vereinzelt Pornobilder gefunden wurden. Nach Angaben des genannten Seminaristen wurde von ihm die Leitung darauf aufmerksam gemacht. Wer mit einem 'hohen Mitarbeiter des Bischofs' gemeint ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch war mir nicht bekannt, dass es sich um Kinderpornografie gehandelt haben soll."

Nicht wahr ist laut Küng, dass sich die Glaubenskongregation im Zusammenhang mit Regens Ulrich Küchl eingeschaltet habe. "Wahr ist vielmehr, dass die verschiedenen diffizilen Fragenkomplexe im Zusammenhang mit den Vorkommnissen im Seminar im Rahmen der Visitation genauer geprüft werden."

Aufnahmegespräche

Außerdem sei es nicht wahr, dass zehn der bisherigen Alumnen zum priesterlichen Dienst zugelassen werden. "Wahr ist vielmehr, dass die bisherigen Priesteramtskandidaten der Diözese St. Pölten (und selbstverständlich auch neue Interessenten) Aufnahmegespräche führen müssen und nur jene zugelassen werden, die die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Solche Gespräche sind normalerweise - von den kirchlichen Bestimmungen so vorgesehen - vor Aufnahme in ein Priesterseminar und vor Empfang einer Weihe notwendig", erklärt Küng. (APA)

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