Liberia: UNO setzen Bürgerkriegsparteien Frist

7. September 2004, 16:39
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Bisher 71.000 Kämpfer entwaffnet

Monrovia - Die Vereinten Nationen haben den ehemaligen Bürgerkriegsparteien in Liberia am Mittwoch eine Frist von zwei Monaten zur Entwaffnung gesetzt. Sollten die früheren Kämpfer ihre Waffen nicht bis zum 30. Oktober abgegeben haben, müssten sie mit Strafverfolgung wegen illegalen Waffenbesitzes rechnen, erklärte UNO-Sprecher Jacques Klein in Monrovia. Bisher seien 71.000 Kämpfer entwaffnet worden, fast doppelt so viele wie ursprünglich vorgesehen. Wie viele vermutlich noch Waffen tragen, sagte Klein nicht.

14 Jahre nahezu ununterbrochener Kämpfe von 1989 bis 2003 kosteten rund 250.000 Liberianer das Leben. Ein Friedensabkommen im August vergangenen Jahres wurde durch den Rücktritt des damaligen Präsidenten Charles Taylor nach einem eineinhalb Jahre währenden Aufstand ermöglicht. Der im nigerianischen Exil lebende Expräsident war selbst durch einen langjährigen Bürgerkrieg an die Macht gekommen. 15.000 Friedenssoldaten der UNO sollen in Liberia für Sicherheit sorgen. (APA/AP)

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