Kongress zieht Bilanz über ESA-Satellit

8. September 2004, 12:40
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Über 700 Wissenschafter aus 50 Ländern kommen in Salzburg zusammen

Salzburg - Über 700 Wissenschafter aus 50 Ländern kommen von 6. bis 10. September in Salzburg zusammen, um nach zweieinhalb Jahren Betriebszeit die ersten Ergebnisse des ESA-Satelliten Envisat zu erörtern und auszuwerten. Der im März 2002 gestartete Satellit ist das bisher leistungsstärkste Observatorium zur Überwachung unseres Planeten und des Einflusses menschlicher Aktivität auf ihn. An Bord befinden sich zehn komplexe Radar- sowie optische Instrumente zur Beobachtung und Überwachung von Landflächen, Atmosphäre, Ozeanen und Eiskappen.

Insgesamt sollen beim Kongress über 650 Fachartikel veröffentlicht werden. Die Vorträge befassen sich unter anderem mit der von der Prestige verursachten Ölpest, den Waldbränden in Portugal von 2003, dem Elbehochwasser von 2002, der Entwicklung des Ozonlochs über der Antarktis, dem Erdbeben von Bam und der Luft- und Wasserverschmutzung in Europa. Auf der ESA-Ausstellungsfläche sind während dieser Woche zahlreiche Vorführungen geplant. Eine Ausstellung des GMES-Firmenkonsortiums (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung) ist ebenfalls vorgesehen.

Aufgabengebiete

Die Envisat-Daten liefern eine Fülle von Informationen über die Funktionsweise des Systems Erde und werfen neues Licht auf die verschiedenen Ursachen des Klimawandels. Der Satellit unterstützt Forschungsprojekte und Regierungsprogramme, die sich mit dem globalen Wandel, der Überwachung von Umweltverschmutzung und Katastrophen sowie mit kommerziellen Anwendungen befassen.

Das Symposium befasst sich mit fast allen Feldern der Geowissenschaften, von der Atmosphäre über Küstenbeobachtungen, Radar- und Interferenzmessverfahren, Winde und Wellen, Vegetation und Landwirtschaft, Erdrutsche, Naturgefahren, die Verteilung von Gasen, die Farbe der Ozeane bis hin zu Ölteppichen und Eis.(APA)

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