Vignetten für ältere Autos?

8. September 2004, 08:49
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Laut OÖN ist vorgesehen, dass schadstoffreiche Pkw mehr bezahlen sollen - Umweltministerium dementiert

Linz - Im Umweltministerium gebe es Pläne, wonach Lenker schadstoffreicher Pkw stärker zur Kasse gebeten werden sollen, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Mittwochausgabe. Demnach sollen auf Autos, die vor 1996 zugelassen wurden, bald vier Vignetten kleben. Bei Fahrzeugen der nächsthöheren Schadstoffklasse sollen drei Mautpickerl an der Windschutzscheibe angebracht werden. Selbst Autos, die seit dem Jahr 2000 zugelassen sind, würden zwei Vignetten brauchen, sollten die Pläne umgesetzt werden.

"Überbrückungsmodell"

Bei dem Vorschlag für ältere, schadstoffreichere Autos mehr Vignetten zu kleben, handle es sich laut dem Bericht um ein "Überbrückungsmodell" bis eine flächendeckende Pkw-Maut eingeführt werde. Nur für die ab 1. Jänner 2005 verpflichtend geltende Schadstoffklasse "Euro 4" für neu zugelassene Fahrzeuge würde die bisherige Straßenbenützungsmaut mit 72 Euro pro Jahr gleich teuer bleiben. Der für Jänner 2005 geplante Umsetzungstermin werde nicht halten, schreibt die Zeitung. Hintergrund für die Überlegungen zur Pkw-Maut sei der Klimaschutz.

Klimaschutz

Der Verkehr werde als zentrales Problem beim Klimaschutz gesehen, eine politische Willensbildung für die mögliche Einführung dieser Maut-Maßnahme gebe es derzeit aber nicht, zitieren die OÖN das Büro von Umweltminister Josef Pröll (V). Bereits im Juni habe die Klimaschutzstrategie des Ministeriums für Aufregung gesorgt, wonach die Einführung einer flächendeckenden Pkw-Maut geprüft werde. Dieses Papier solle bis September vorliegen, heißt es in dem Bericht.

In der Zwischenzeit wurde dementiert, dass das Umweltministerium keine Pläne habe, zusätzliche Vignetten für schadstoffreiche Autos einzuführen. Ein derartiges Vorhaben sei im Arbeitsprogramm nicht enthalten, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Die in entsprechenden Medienberichten kolportierten Ideen seien in einem technischen Arbeitspapier der TU Graz enthalten und könnten nicht als Planungsvorhaben des Ministeriums bewertet werden. (APA)

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