Nepal: Bis zu 100 Verletzte bei Straßenschlachten in Katmandu

1. September 2004, 19:04
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Ermordung nepalesischer Geiseln im Irak löst schwerste Unruhen seit 1990 aus - Moschee und Moslem-Zentrum angezündet

Kathmandu - Nach dem Mord an zwölf nepalesischen Geiseln im Irak ist es in Kathmandu zu den schwersten Unruhen seit Einführung der Demokratie in Nepal im Jahr 1990 gekommen. Bei Straßenschlachten zwischen meist jugendlichen Demonstranten und der Polizei in der nepalesischen Hauptstadt wurden nach Angaben aus Krankenhäusern bis zu 100 Menschen verletzt. Am Nachmittag wurde eine Ausgangssperre verhängt, ausländische Touristen wurden angewiesen, in ihren Hotels zu bleiben.

Randalierer hatten zuvor unter anderem die größte Moschee der Stadt, ein moslemisches Gemeindezentrum und das Büro von Katar Airways geplündert und in Brand gesteckt.

Katar Airways setzte den Flugbetrieb nach Kathmandu dem Vernehmen nach aus. Demonstranten skandierten Parolen gegen den Irak und gegen die nepalesische Regierung, der sie vorwarfen, sich nicht ausreichend um die Freilassung der Geiseln bemüht zu haben. Zwei private Fernsehsender stellten vorübergehend ihr Programm ein, nachdem ein Mob die Sendeanstalten umzingelt hatte. (APA/AP)

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    Unruhen in Nepals Hauptstadt Katmandu nach der Ermordung nepalesischer Geiseln im Irak.

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