Windows Longhorn: Programmierer müssen nahezu von vorne beginnen

23. September 2004, 13:37
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Microsoft will aus dem Code von Windows XP SP 2 seine kommende Windowsversion bauen

Wie im Webstandard berichtete wird Microsoft zwar die nächste Windows-Generation im Jahr 2006 herausbringen, dafür aber auf eine zentrale Neuerung verzichten. Das von Bill Gates vor einigen Monaten noch als "heiliger Gral" bezeichnete Dateisystem WinFS wird nicht wie vorgesehen in Windows Longhorn enthalten sein, statt dessen wird es parallel zu Veröffentlichung des Betriebssystems eine erste Beta der systemübergreifenden Suche geben.

Code von Windows XP SP 2

Gründe für diesen Schritt nennt der Microsoft-Kenner Paul Thurrot auf seiner Website. Erste Alpha-Versionen von Longhorn sind im Internet bereits vor Monaten aufgetaucht, diese dürften aber mit der Final-Version von Longhorn weniges gemeinsam haben. Bei diesen Alpha-Versionen diente nämlich noch der Programmcode von Windows Server 2003 als Basis, nun soll aber als Basis für den Longhorn-Code der Code von Windows XP SP 2 verwendet werden.

Keine Zeit

Daher müssen also die die Programmierer bei Microsoft wieder nahezu von vorne beginnen. So dürfte es sich einfach zeitlich nicht ausgehen, Longhorn bis zum Jahr 2006 mit WinFS auszuliefern. Daher wird wohl eine Beta-Version von WinFS erst nach dem Erscheinen von Longhorn erscheinen, schreibt Thurrot.

Vorteile

Diese Entwicklung bietet aber vor allem für Windows XP User auch Vorteile. Dank Rückkehr zum durch das Service Pack 2 verbesserten Programmcodes von Windows XP ist es möglich die geplanten WinFX-Entwicklungstechnologien (Avalon, Indigo) ab 2006 auch für Windows XP anzubieten.

So bleibt XP-Usern die nicht umsteigen wollen, unter Windows XP von den neuen Technologien und den damit entwickelten Anwendungen zu profitieren. (red)

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