Operation "Spuck-Stopper" in London

8. September 2004, 08:44
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Busfahrer sollen Fahrgäste per DNA-Test überführen - 2.500 Beweisaufnahme-Sets an die Fahrer verteilt

London - Um der Unsitte des "Bus-Spuckens" in London den Garaus zu machen, sollen rund 2.500 Busfahrer mit Kästchen zur DNA-Analsye ausgestattet werden. Die Operation "Spuck-Stopper" solle helfen, die Täter schnell zu identifizieren und zu überführen, erklärte die Londoner Polizei am Mittwoch. Jeder, der künftig einen Busfahrer anspucke, werde verfolgt und könne wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses oder wegen Körperverletzung angeklagt werden.

Die DNA-Analyse-Sets sind den Angaben zufolge mit einem Tupfer, Handschuhen und Plastiksackerln ausgestattet. Mit Hilfe der DNA-Proben und in Kombination mit Videoaufnahmen aus dem Bus sollen jene Täter geschnappt werden, die in der nationalen DNA-Datenbank geführt werden. Wenn kein Täter ermittelt werde könne, werden die Proben als Beweismittel aufbewahrt.

Bisher würden die Busfahrer die Spucker viel zu selten anzeigen, weil sie sich beleidigt fühlten und auch nicht wüssten, wie die Tat bestraft werden könnte. "Angespuckt zu werden ist beleidigend, herabsetzend und erniedrigend", sagte Andy Bamber, Polizeichef von Brent im Nordwesten Londons. (APA/AFP)

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    Im Vereinigten Königreich sollen in London künftig spuckende Fahrgäste überführt werden können.

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