Wiener IMAX verspricht neue Effekte

6. September 2004, 22:34
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"Geruchs-Kino" mit digitaler Projektion

Wien - Das Wiener Großformat-Kino IMAX hat für Frühjahr 2005 eine neu entwickelte digitale 3D-Projektionstechnik angekündigt - und außerdem die "fünfte Dimension": Kino mit Gerüchen. Es soll möglich sein, bewusst und von Computern gezielt gesteuert, diverse Gerüche und Duftnoten in die Nasen der Kinobesucher zu schießen. "Der Geruch ist ein absolut sensibles und archaisches Erlebnis", sagte der Wiener IMAX-Geschäftsführer Alfred Gelbmann.

"Outscreen-Effekte"

Die neue High Definition (HD)-Technologie ermöglicht ein besseres und schärferes Bild gegenüber der bisherigen analogen Filmtechnik. Der große Vorteil von HD liegt außerdem in den relativ günstigen Produktionskosten für Filme. "Das (analoge, Anm.) IMAX-System ist immens teuer. Mit der Digitalschiene wollen wir eine Kostenersparnis bringen", erklärte Gelbmann. Koste ein 3D-Film im IMAX-Format durchschnittlich 15 Millionen Euro, könne mit dem HD/3D-Format rund die Hälfte an den Film-Produktionskosten eingespart werden.

Doch auch die Zuseher profitieren von der neuen HD-Technologie. So ist es etwa möglich, Gestalten - zum Beispiel einen Drachen oder ein Raumschiff - aus der Leinwand "hinauswachsen zu lassen", direkt vor die Nase der Zuseher. Solche so genannten "Outscreen-Effekte" sind mit der analogen Technologie zwar jetzt schon gelebte Realität, jedoch ermögliche die digitale Technologie eine viel bessere Farbbrillanz, hieß es. Ab Oktober wird es einen Werbespot - in HD/3D - der "Wien Energie" zu bestaunen geben. Erste IMAX-Filme in HD/3D werden voraussichtlich allerdings erst ab 2006/2007 zu sehen sein.

Mit HD will man (die "yellow point Media Group", die Dachmarke des Wiener IMAX und angeschlossener Partnerbetriebe) auch neue Geschäftsfelder erschließen. Ein mobiles HD-Kino soll etwa auf Messen Geschäftskunden die Möglichkeit geben, sich von anderen Anbietern abzuheben und selbst neue Kunden anzusprechen. Das neue Wiener IMAX beim technischen Museum wurde im Juni 2002 eröffnet. Seither wurden 1,4 Millionen Besucher gezählt - davon rund ein Drittel Schüler. (APA)

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