So macht man es Autodieben schwer

1. September 2004, 11:06
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Wien - Der wichtigste Schutz gegen Autodiebstahl ist die Abschreckung. "Jeder Fahrzeugdieb wird das Ziel wählen, das er mit geringsten Aufwand kriegen kann. Wer eigene Absicherungsmaßnahmen trifft, macht es Kriminellen noch schwerer", so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl am heutigen Mittwoch.

Am effizientesten ist die seit Jahren serienmäßige elektronische Wegfahrsperre. Sie lässt sich nur durch Austausch der Steuergeräte umgehen. Die günstigste Möglichkeit zur zusätzlichen Sicherung sind mechanische Sperren wie Sperrstöcke und Pedalarretierungen. "Diese können zwar mit Werkzeug überwunden werden, stellen aber doch einen von außen erkennbaren Mehraufwand für den Fahrzeugdieb dar", meint Kerbl. Kostenpunkt: 20 bis 200 Euro.

Getriebesperren

Sehr empfehlenswert seien mechanische Getriebesperren, die zur Nachrüstung angeboten werden. Mit einer durch ein Schloss gesicherten Vorrichtung wird der beim Parken eingelegte Gang blockiert. Danach kann nur mehr in einer Richtung mit mäßigem Tempo gefahren werden. Die Kosten samt Einbau belaufen sich auf rund 500 Euro.

Wer auf die Sicherheit einer Alarmanlage vertrauen will, muss mindestens 300 Euro für ein vernünftiges Modell bezahlen. Top-Modelle kosten rund 1.200 Euro. "Allerdings haben Alarmanlagen mittlerweile einiges an Abschreckwirkung verloren. Der Grund sind Fehlalarme, die durch kleinste Berührungen ausgelöst werden können", weiß der ÖAMTC-Techniker.

Alarm

Die modernsten Systeme sind der A1 Carfinder - ab 329 Euro ohne Einbau - und der Dolphin-ÖAMTC-Satalarm - ab 570 Euro ohne Einbau - mit Fahrzeugortung. Diese schlagen automatisch bei Diebstahl des Autos oder nach einem Unfall Alarm. Über die Notfalltaste kann die ÖAMTC-Einsatzzentrale beispielsweise bei einer Panne informiert werden. (APA)

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