Republikaner nominieren Bush als Kandidaten, 400 Demonstranten festgenommen

1. September 2004, 09:12
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US-Präsident trifft in New York ein

New York - US-Präsident George W. Bush ist von seiner Partei erwartungsgemäß als Kandidat für die Präsidentenwahl im November nominiert worden. Die Delegierten auf dem Wahlparteitag der Republikaner bestätigten am Dienstagabend die Nominierung formell. Bush soll die Kandidatur am Donnerstag offiziell annehmen.

Am Rande des Parteitags kam es erneut zu Protesten. Die Polizei nahm in New York 400 Anti-Bush-Demonstranten fest. Seit Ende der vergangenen Woche wurden rund 1.000 Menschen festgenommen, obwohl die Proteste weitgehend friedlich verliefen. Am Sonntagabend hatten mehr als 100.000 Menschen gegen die Politik der US-Regierung und ihres Präsidenten demonstriert.

Am Mittwoch soll Vizepräsident Dick Cheney auf dem Wahlparteitag sprechen. Außerdem wird Bush in New York eintreffen - einen Tag vor der geplanten offiziellen Annahme seiner Nominierung.

Bush selbst hielt sich am Dienstag noch zu einer Wahlkampfreise im US-Staat Tennessee auf, wo er versuchte, seine Äußerungen vom Vortag gerade zu rücken, der Kampf gegen den internationalen Terrorismus sei nicht zu gewinnen. "Wir leben heute in einer Zeit des Krieges für unser Land, einen Krieg, den wir nicht gewonnen haben, aber einen, den wir gewinnen werden", sagte der Präsident vor dem größten Veteranen-Verband der USA, der American Legion. "Es ist eine andere Art Krieg. Wir werden niemals Friedensverhandlungen führen, aber es besteht kein Zweifel, wir werden gewinnen." (APA/AP/Reuters/red)

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