USA: Autofahrer fuhr nach Unfall mit enthauptetem Beifahrer nach Hause

2. September 2004, 17:40
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Lenker war betrunken - 21-Jähriger wegen Unfalls mit Todesfolge angeklagt

Washington - Ein betrunkener Autofahrer ist in den USA nach einem Unfall seelenruhig nach Hause gefahren, obwohl seinem Beifahrer dabei der Kopf abgerissen worden war. Anschließend ging er ins Bett, um seinen Rausch auszuschlafen und ließ das Auto mit der Leiche auf dem Beifahrersitz in der Auffahrt stehen. Der 21-Jährige wurde wegen Unfalls mit Todesfolge angeklagt, berichtete die Zeitung "Atlanta Journal-Constitution".

"Schwer vorstellbar"

Eine Passantin alarmierte am Sonntag die Polizei im dem Vorort von Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, nachdem sie die Leiche beim Morgenspaziergang entdeckte hatte. Die Polizei fand den 21-jährigen Fahrer schlafend und mit blutverschmierter Kleidung in seinem Bett. Nach den Ermittlungen hatte der 23-jährige Beifahrer sich während der Fahrt aus dem Fenster gelehnt, als das Auto von der Straße abkam. Dabei wurde er von dem Stützkabel eines Telegrafenmastes geköpft. Der abgetrennte Kopf sei später an der Unfallstelle sichergestellt worden.

"Es ist schwer vorstellbar, dass jemand mehrere Meilen nach einem Unfall nach Hause fährt, mehrfach die Richtung ändert und dabei nicht bemerkt, was mit dem Beifahrer neben ihm im Auto geschehen ist", zitiert das Blatt Polizeisprecher Dana Pierce. (APA/dpa)

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