UNO-Sicherheitsrat verurteilt Selbstmordanschläge

2. September 2004, 20:47
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Eskalation der Gewalt befürchtet

Berlin - Der UNO-Sicherheitsrat hat die Doppel-Selbstmordanschläge auf zwei Busse im Süden Israels mit 18 Toten verurteilt und vor einer "Eskalation der Gewalt im Nahen Osten" insgesamt gewarnt. Das Gremium rufe alle Seiten zu einer Fortsetzung des Friedensprozesses auf, sagte der russische UN-Botschafter Andrej Denisow in seiner Funktion als Sicherheitsrats-Vorsitzender.

Bei den Anschlägen auf zwei Busse, zu denen sich die radikalislamische Hamas-Organisation bakannte, kamen 18 Menschen ums Leben, mindestens 80 wurden verletzt. Hamas wollte mit den Attentaten die Tötung ihrer Anführer Scheich Ahmed Yassin und Abdel Asis al-Rantisi durch die israelische Armee rächen.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erklärte in einem Beileidstelegramm an den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon: "Die Bundesregierung verurteilt diesen barbarischen Akt auf das Schärfste." Die Anschläge seien durch nichts zu rechtfertigen. Schröder appellierte an die israelische Regierung, sich "nicht von den Bemühungen um eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts abbringen zu lassen". Der internationale Nahost-Friedensplan, die so genannte Roadmap, stelle "den einzig gangbaren Weg" für eine friedliche Lösung des Konflikts dar. (APA)

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