IWF-Direktor Rodrigo Rato in Argentinien nicht willkommen

2. September 2004, 19:25
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Demonstranten fordern, Auslandsschulden nicht zurückzuzahlen - Sprengsätze vor Bank und Restaurant

Buenos Aires - Der erste Besuch des neuen Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ist am Dienstag von Protesten begleitet worden. Vor einer Bank und einem Schnellrestaurant explodierten Sprengsätze. Niemand wurde verletzt, aber an den Gebäuden entstand jeweils leichter Sachschaden. Zudem drangen Demonstranten in das Hotel des Spaniers ein und forderten, Argentinien solle seine Auslandsschulden nicht zurückzahlen und die Verhandlungen mit den USA über die Bildung einer Freihandelszone abbrechen.

Rato war zu einem neunstündigen Kurzbesuch nach Buenos Aires gekommen, um sich über die Schuldenkrise zu informieren. Er wollte sich mit Präsident Nestor Kirchner und Wirtschaftsminister Roberto Lavagna treffen. Argentinien hat etwa 180 Milliarden Dollar (149 Mrd. Euro) Auslandsschulden. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf private Gläubiger. Diese Schulden bedient das Land schon seit Anfang 2002 nicht mehr. (APA/dpa)

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    Demonstranten drangen in das Hotel von IWF-Direktor Rodrigo Rato ein und forderten, Argentinien solle die Verhandlungen über die Bildung einer Freihandelszone mit den USA abbrechen.

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