Man sieht sich vor dem Rathaus

2. September 2004, 17:10
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Volleyball: Die Vienna hotVolleys und Tirol spielen zur Saisoneröffnung in Wien um den Supercup

Wien - Mein liebes Kind, auf dem Wiener Rathausplatz herrscht ein Gedränge. Eben noch wurden die Olympia-Helden begrüßt, schon stehen einander die besten Volleyballteams des Landes gegenüber. Die Aon hotVolleys aus Wien und die Hypo Tiroler, Meister und Cupsieger ihres Fachs, bestreiten am Donnerstag, ab 15.30 Uhr (TW1) das Hinspiel um den Supercup und eröffnen so die Saison. Es wird eigens ein PVC-Belag verlegt, die Stiegen zum Rathaus sind als Tribüne gedacht, auf der anderen Seite stehen sowieso schon Sesseln, dort sitzen allabendlich die Besucher des Filmfestivals. Peter Kleinmann, dem Präsidenten des Verbands und Manager der hotVolleys, ist "die Werbung zum ersten Mal wichtiger als das Ergebnis. Tausende Menschen werden dort sein, Volleyball wird mit diesen Menschen in Berührung kommen."

Ein Supercup-Spiel macht noch nicht den propagierten "Super Donnerstag", also werden die Tiroler und die Wiener nach dem Match einfach die Stiegen hinauf steigen, vielleicht findet sich auf dem Weg auch eine Garderobe mit Dusche. Im Rathaus steigt ab 18 Uhr die "European Volleyball Gala", es werden Cocktails geschlürft, es werden die Volleyballerin und der Volleyballer des Jahres, die Queen und der King of the Beach sowie der Trainer des Jahres ausgezeichnet. Nicht zuletzt findet um 19 Uhr (TW1) die Auslosung zur Champions League statt, mit den hotVolleys und Tirol haben sich erstmals zwei österreichische Klubs qualifiziert. Gespielt wird diesmal in vier Fünfergruppen, aus denen je drei Vereine in die nächste Phase aufsteigen. Fix ist, dass Tirol und Wien einander in der Vorrunde, die Anfang November beginnt, nicht begegnen werden.

Tirol hat sich ordentlich verstärkt, geht mit drei italienischen Spielern und dem italienischen Trainer Emanuele Zanini in die Saison. Tirol-Manager Hannes Kronthaler begrüßt es, schon zu diesem Zeitpunkt auf den stärksten heimischen Gegner zu treffen. "So bekommt Zanini von der Stärke der hotVolleys live einen Eindruck." Die Outdoor-Bedingungen sollten auf das Spiel nicht sehr viel Einfluss haben, es ist Schönwetter angesagt, vielleicht hält sich auch der Wind zurück. Auf dass nicht zu viele Menschen mit dem Volleyball in Berührung kommen. (fri - DER STANDARD PRINTAUSGABE 1.9. 2004)

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