Kein grünes Licht für Ralf Schumacher

10. September 2004, 12:01
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Versicherung blockiert für diese Woche geplante Rückkehr ins Cockpit - Minardi bekommt neue Motoren

Monza - Das Formel 1-Comeback von Ralf Schumacher muss erneut verschoben werden. Der am 20. Juni beim Grand Prix der USA in Indianapolis schwer verunglückte Williams-Pilot erhält von der Versicherung kein grünes Licht für die in dieser Woche geplanten Tests in Monza. Den Drei-Tages-Test machte sein Teamchef Frank Williams zur Bedingung für Schumachers Start in der nächsten Woche beim Grand Prix von Italien.

Aus medizinischer Sicht könnte der 29-Jährige wieder fahren. Die Brüche der zwei Brustwirbel sind verheilt, die Gehirnerschütterung ist abgeklungen. Doch die Versicherung, die während seiner Pause das Gehalt des Fahrers bei Williams übernimmt (geschätzte 700.000 Dollar pro Rennen), geht streng nach den Statuten vor.

In der elften Woche

Für den Heilungsprozess der Wirbelsäule sind mindestens zwölf Wochen Pause Vorschrift. Schumacher befindet sich aber erst in der elften Woche nach seinem Unfall. Der gelähmte Frank Williams will kein Risiko eingehen: "Ich lasse Ralf erst ins Auto, wenn mir die Ärzte und die Versicherung eine Unbedenklichkeitserklärung ausstellen. Ich will nicht, dass Ralf bei einem weiteren Unfall in einem meiner Autos so wie ich im Rollstuhl landet."

Minardi frohlockt

Eine Frohbotschaft kommt von Minardi. Die Italiener bekommen in der kommenden Saison jenen Cosworth-Motoren, die auch Jaguar verwendet. Heuer muss Minardi mit vier Jahre alten Triebwerken auskommen. (dpa/red)

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