NÖ-Krankenkasse prüft Rewe "routinemäßig"

20. September 2004, 16:39
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NÖGKK sieht Standardvergehen - Untersuchung wird "zwangsläufig zu Ergebnissen führen"

Wien - Die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (NÖGKK) prüft nun die Vorwürfe der Arbeiterkammer (AK) und eines entlassenen Managers gegen Rewe Austria (Billa, Merkur, Bipa, Mondo, Emma), denen zufolge der Konzern für Löhne teilweise keine Steuern und Sozialabgaben abführe. Die Prüfung sei allerdings keine Sonderprüfung, wie in Medienberichten kolportiert, sondern eine routinemäßig Prüfung, wie das eben bei großen Konzernen alle zwei bis drei Jahre üblich sei, so der NÖGKK-Abteilungsleiter Günter Hagmann am Dienstag auf APA-Anfrage.

"Kein Einzelfall"

In den vergangenen Tagen waren Vorwürfe gegen Rewe laut geworden, wonach der Handelskonzern Mehrarbeit durch so genannte "Aushilfslöhne" in bar oder Gutscheinen ausbezahle und damit Sozialabgaben hinterziehe. Das Umgehen von Sozialabgaben sei im Handel "allgemein ein Problem", von einem Einzelfall könne keine Rede sein, so Hagmann.

Er rechnet damit, dass die Untersuchung "zwangsläufig zu Ergebnissen führen müsse". Wann die von drei Prüfern durchgeführte Prüfung abgeschlossen werde, lasse sich nicht genau sagen, er rechnet aber mit einer Prüfzeit von drei Wochen. Das Prüfteam bestehe aus Vertretern der NÖGKK, der Wiener Gebietskrankenkasse und dem zuständigen Finanzamt. (APA)

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