Ungarn schreibt UMTS-Lizenzen aus - Mobilkom Austria: Kein Interesse

7. September 2004, 10:46
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Lizenzen für T-Mobile, Pannon GSM und Vodafone sowie einen "Newcomer" - Angebote bis 2. November, Entscheidung am 1. Dezember

Die ungarische Telekommunikationsbehörde NHH hat am Dienstag vier Lizenzen für die dritte Mobilfunk-Generation UMTS ausgeschrieben. Die Lizenzen sollen an die drei bereits in Ungarn präsenten Mobilfunkanbieter T-Mobile, die Telenor-Tochter Pannon GSM und Vodafone sowie einen neuen Anbieter vergeben werden. Die österreichische Mobilkom wird sich nicht bewerben, wie eine Sprecherin auf APA-Anfrage mitteilte. Die Tochter der Telekom Austria hat Auslandsbeteiligungen in Slowenien (siMobil), Kroatien (VipNet) und Liechtenstein (Mobilkom Liechtenstein).

15 Jahre

Die Lizenzen werden für eine Laufzeit von 15 Jahren vergeben. Der Preis soll aus einer einmaligen Zahlung und einem prozentuellen Anteil am künftigen Jahresumsatz bestehen. Außerdem müssen die Gewinner laut Ausschreibungsbedingungen zunächst noch heuer 5,5 Mrd. Forint (22 Mio. Euro) an die Regierung überweisen. Die UMTS-Anbieter müssen ihre Dienste bis Jänner 2006 im Zentrum von Budapest starten und bis Anfang 2008 eine Versorgungsdichte von 30 Prozent der Bevölkerung erreichen.

Interesse

Der vierte Anbieter - laut Medienberichten soll auch der in Österreich aktive Telekomkonzern Tele2 sein Interesse bekundet haben - wird die Lizenzgebühr in Raten bezahlen dürfen und auch keine Auflagen bekommen, was die Erreichung eines bestimmten Versorgungsgrades betrifft. Der Newcomer wird außerdem zwischen einer 1800-MHz- und einer 900-MHz-Frequenz wählen können. Die bereits etablierten Mobilfunkanbieter werden mit ihren UMTS-Lizenzen auch zusätzliche 1800-MHz-Frequenzen bekommen, erklärte Telekom-Regulator Daniel Pataki.

Falls die für den Newcomer reservierte Lizenz keinen Käufer finden sollte, werde sie in den kommenden zwei Jahren nicht mehr angeboten werden, so Pataki. Die für die eingesessenen Anbieter vorgesehenen UMTS-Lizenzen sollen ein Jahr lang nicht neu zum Verkauf angeboten werden, falls es diesmal nicht zum Verkauf kommt.

Die Ausschreibungsunterlagen werden ab Mittwoch um 3.000 Euro zu beziehen sein. Die Angebotsfrist endet am 2. November, die Gewinner der Ausschreibung sollen am 1. Dezember bekannt gegeben werden. (APA)

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