Ankerbrot-Sanierung scheint zu greifen

8. September 2004, 12:56
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Verluste deutlich reduziert - Mehr als 300 Stellen abgebaut - Weniger Umsatz nach Straffung des Filialnetzes

Wien - Nach der Aufhebung des Ausgleichsverfahrens über die Großbäckerei Ankerbrot im vergangenen März hat das Wiener Unternehmen am Dienstag, die Bilanz über das Sanierungsjahr 2003 vorgelegt. Laut der in der Hauptversammlung vorgelegten konsolidierten Gruppenbilanz für die Ankerbrot AG sowie die "Anker Snack & Coffee" Gastronomiebetriebs GmbH (Filialen) ging der Umsatz von 146,8 auf 128,4 Mio. Euro zurück. Der Jahresfehlbetrag konnte von 44,6 auf 9 Mio. Euro reduziert werden, teilte Ankerbrot in einer Presseinformation mit.

Verringerung der Filialen

Verantwortlich für den Umsatzrückgang ist nach Unternehmensangaben vor allem die Konzentration auf Ostösterreich sowie die Verringerung der Filialen von 202 auf 178. Die Personalkosten seien "überproportional" von 74,5 auf 61,9 Mio. Euro gesenkt worden, was eine spürbare Verbesserung der Produktivität zur Folge gehabt habe. Durchschnittlich wurden 1.965 Dienstnehmer beschäftigt, 2002 waren es noch 2.286 - um über 300 Leute mehr - gewesen.

Das Geschäftsjahr 2003 stand vor allem im Zeichen des Ausgleichsverfahrens, der Übertragung von 92 Prozent der Aktien von Müller-Brot an die Salos Beteiligungsverwaltungs GmbH des deutschen Unternehmers Klaus Ostendorf sowie des Sanierungsprogramms. Nach den in der Hauptversammlung des Vorjahres beschlossenen Kapitalmaßnahmen sowie einem Rückkaufangebot an den Ankerbrot-Streubesitz sind jetzt 96,3 Prozent des Ankerbrot AG im Eigentum der Familie Ostendorf.

Modernisierung nach Aufhebung des Ausgleichs geplant

Nach der Aufhebung des Ausgleichs wollen Eigentümer und Vorstand nun umfangreiche Investitionen in nicht genannter Höhe in die Modernisierung von Ankerbrot vornehmen. Neben dem Fuhrpark will man dabei vor allem die Produktion und die Filialen auf den neuesten Stand bringen, hieß es. Derzeit arbeiten am Wiener Produktionsstandort Favoriten und in den knapp 180 Filialen im Großraum Wien rund 1.600 Mitarbeiter. (APA)

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