Elbe-Hochwasser: 11,3 Milliarden Euro Schaden

7. September 2004, 16:11
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Bericht über das Ausmaß der Katastrophe ist erste grenzübergreifende Dokumentation

Berlin - Das verheerende Elbe-Hochwasser vor zwei Jahren hat in Deutschland und Tschechien einen Schaden von 11,3 Milliarden Euro verursacht. Das geht aus der ersten grenzübergreifenden Dokumentation hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. In dem Bericht listet die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) auch die Ursachen auf, die zu der Jahrhundertflut geführt haben. Unter anderem werden dort der mangelhafte Zustand vieler Deiche, fehlende Auslaufzonen und Schwächen bei den Vorhersagediensten genannt.

Flutkatastrophe

"Hochwasserschäden wie 2002 im Elbegebiet können wir uns kein weiteres Mal leisten", sagte der deutsche Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Die Flutkatastrophe hatte zu den schwersten Verwüstungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geführt. 38 Menschen waren ums Leben gekommen.

Im vergangenen Herbst hatten Deutschland, Tschechien und die EU auf der Grundlage der IKSE-Erkenntnisse einen Aktionsplan beschlossen. Darin sind bis 2015 unter anderem ein verbessertes Frühwarnsystem und eine Rückverlegung der Deiche vorgesehen. (APA/dpa)

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