Jeder zweite Chinese über 40 ist impotent

6. September 2004, 12:43
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Dass viele keinen Arzt aufsuchen, treibt die Quote in die Höhe, denn die Behandlungschancen sind gut

Peking - Mehr als die Hälfte aller chinesischen Männer über 40 leidet unter Impotenz - auch weil viele von ihnen trotz guter Behandlungsmöglichkeiten den Gang zum Arzt scheuen. Das ist das Ergebnis der ersten offiziellen Studie chinesischer Forscher zum männlichen Sexualleben, die am Dienstag in Peking veröffentlicht wurde.

52,5 Prozent der Untersuchten gaben an, unter Erektionsstörungen zu leiden, und 90 Prozent fühlten sich dadurch in ihrem Sexualleben wesentlich beeinträchtigt. Im Durchschnitt suchten die Betroffenen einen Arzt erst nach 22 Monaten auf, während Männer in westlichen Ländern bereits nach einem halben Jahr um ärztlichen Rat fragten, heißt es in der Studie. Eine Herauszögerung des Arztbesuches verschlimmere das Leiden noch, so Jiang Hui vom Pekinger Volkskrankenhaus und sein Kollege Wang Yixin aus Schanghai, die für ihre Studie tausend Chinesen sechs Monate lang untersuchten.

Chinesische Medien hatten kürzlich berichtet, 17 Pharma-Unternehmen wollten demnächst gemeinsam ein Potenzmittel auf den Markt bringen, das halb so teuer sein soll wie die Viagra-Pillen des US-Unternehmens Pfizer. (APA)

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