Gefechte zwischen Sadr-Milizionären und Polizei in Kufa

1. September 2004, 15:19
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In Najaf fand Zivilschutz etwa 2.000 Bomben und Minen - Tote und verletzte bei Angriff in Mossul

Najaf - Trotz eines Aufrufs des Schiiten-Predigers Muktada al Sadr zu einer Waffenruhe gehen im Irak die Kämpfe zwischen seinen Anhängern und US-Truppen weiter. Milizionäre der "Mahdi-Armee" von lieferten sich in Kufa in der Nacht auf Dienstag Gefechte mit irakischen Sicherheitskräften. Ein Augenzeuge berichtete, Polizisten und Angehörige der Nationalgarde hätten versucht, eine Moschee zu stürmen, um nach Waffen zu suchen. Die Milizionäre hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Auf beiden Seiten gab es Verletzte.

Nach dem vergangene Woche von Großayatollah Ali al Sistani mit Sadr ausgehandelten Friedensabkommen dürfen sich die Milizionäre in Najaf und Kufa nicht mehr bewaffnet auf der Straße sehen lassen. Nachdem ein Sprecher von Sadr am Vortag zur Einstellung der Kämpfe aufgerufen hatte, sagte eine amerikanische Militärsprecherin am Dienstag in Bagdad: "Es gibt kein Abkommen, es gibt keine Waffenruhe".

Tote und Verletzte bei Angriff in Mossul

Bei einem Angriff von Aufständischen auf eine US-Patrouille in der nordirakischen Stadt Mossul wurden zwei Iraker getötet und vier weitere Menschen verletzt. Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al Jazeera. Unter den Verletzten seien drei Kinder. Die US-Soldaten hätten das Feuer eröffnet, nachdem ein Sprengsatz neben ihnen explodiert sei.

In Najaf fand der Zivilschutz seit dem Abzug der "Mahdi-Armee" aus der Altstadt am vergangenen Freitag rund 2.000 Bomben und Minen. "Bis jetzt haben die Teams des Zivilschutzes in dem Gebiet 1.300 Landminen und 851 Bomben entschärft", sagte ein Beamter. Sie fanden auch eine große Zahl Handfeuerwaffen. Verteidigungsminister Hasim al Shaalan sagte, es seien auch Mörser und Panzerfäuste aus iranischer Produktion entdeckt worden. (APA/dpa)

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