Games senken TV-Konsum

24. Oktober 2004, 16:08
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USA: Erstmals mehr Konsolen- als PC-Spieler

Computer- und Konsolenspiele verändern den Medienkonsum. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschers Ziff Davis Media hervor, für die 1.000 per Zufallsauswahl gewählte US-Haushalte im Mai und Juni 2004 befragt wurden. Demnach geht das Spielen von Computer- und Konsolenspielen vor allem auf Kosten des Fernsehens. Gamer sehen weniger oft fern und bevorzugen als Informations- und Unterhaltungsmedien eher Magazine und das Internet. Generell sei beim Medien- und Werbungskonsum ein Trend in Richtung digitale und Game bezogene Kanäle zu beobachten. Erstmals sei die Zahl der "Konsolen-Haushalte" (54,5 Millionen) über jener der "PC-Haushalte" (52,3 Millionen) gelegen.

Interesse

"Gamers bevorzugen im Allgemeinen Magazine und Websites vor dem Fernsehen für ihre Spielinteressen", erläutert Dale Strang von Ziff Davis Media. Den Magazinen werde eine glaubwürdige Information über neue Spiele zugetraut. Mit dem Lesen von Magazinen werde zudem Entspannung verbunden. Das Internet nehme eine wichtige Stellung als Informationsquelle ein. Auch Unterhaltung liefern neben dem Spielen der Games eher diese beiden Medien. 26 Prozent der Befragten geben an, ihren TV-Konsum durch Spiele reduziert zu haben. Weitere 20 Prozent wollen ihren TV-Konsum im kommenden Jahr reduzieren.

Wachstum

Bei den Games selbst ist Mobile Gaming der auffälligste und wachstumsstärkste Bereich. Die Zahl der User, die das Mobiltelefon zum Spielen benutzen, steigt in den USA rapide: Von 8,1 Millionen im Vorjahr auf 16,3 Millionen Jahr 2004. Rund 70 Prozent aller Gamer besitzen ein Mobiltelefon und die Hälfte von ihnen spielt darauf auch. 18 Prozent haben bereits Spiele für ihr Handy gekauft.

Ausgaben

Mobile Gamer spielen im Durchschnitt 17 Minuten pro Spiel und knapp 4,5 Stunden pro Woche. In den vergangenen 60 Tagen wurden von ihnen durchschnittlich 19 Dollar für Handy-Games ausgegeben. 27 Prozent der Mobile Gamer und 42 Prozent der häufig spielenden "Core (Mobile) Gamers" wollen sich im kommenden Jahr ein portables Game-System zulegen. Gründe, warum sich Gamer dem Mobiltelefon als Game-Konsole verweigern, sind der kleine Bildschirm (50 Prozent), die Bildqualität (85 Prozent) sowie die vergleichsweise schlechte Spielkontrolle (75 Prozent). (pte)

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