Regenschirmverbot am Parteitag

1. September 2004, 19:07
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Auch Nahrungsmittel, Getränke und Flaschen dürfen nicht in das Gebäude gebracht werden - Kaffeebecher werden beschlagnahmt

New York- Die rigorosen Sicherheitsmaßnahmen beim Parteitag der Republikaner in New York haben selbst manche Delegierte und Ehrengäste irritiert. Orangen, Kaffeebecher und Parfümflaschen zählten zu den ersten Gegenständen, die auf dem bestbewachten Parteitag der US-Geschichte beschlagnahmt wurden.

Da Nahrungsmittel, Getränke und Flaschen verboten sind, mussten Früchte, Tassen oder teure Duftflakons abgegeben werden. Verboten sind auch Regenschirme - sie "könnten unsachgemäß eingesetzt werden", sagte Geheimdienstsprecherin Ann Roman nach Angaben des "National Journal", das täglich eine Parteitagszeitung herausbringt. Allerdings stehen laut Zeitung erstaunlicherweise Tausende von Partei- Regenschirmen für Delegierte und Gäste bereit - falls es regnen sollte.

Nicht die Sicherheitsdienste, sondern die Partei selbst hat durchgesetzt, dass niemand Transparente, Fahnen und Masken mitbringt. Sie könnten das einheitliche Bild der Inszenierung stören, hieß es.

Allerdings scheinen die Kontrollen nicht unbedingt effizient. Nicht nur, dass zahlreiche Getränke und Snacks den Weg in die Sportarena fanden. Ein Kameramann nutzte am Montag zum Zurechtschneiden eines Papp-Lichtschutzes ein Teppichmesser. Und das "National Journal" berichtete von einem Konventsbesucher, der ein veritables Messer mit einer 7,5 Zentimeter langen Klinge in den Saal mitbrachte, wo US-Präsident George W. Bush am Donnerstag für die Wiederwahl nominiert werden soll. (APA/dpa)

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    Die Republikaner befürchten, dass mitgebrachte Transparente, Fahnen und Masken das einheitliche Bild der Inszenierung stören könnten.

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