Eosinophile Ösophagitis tritt immer häufiger auf

3. September 2004, 15:58
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An der seltenen Erkrankung der Speiseröhre ist eines von 10.000 Kindern betroffen

Cincinnati - Wissenschaftler des Cinicinati Children's Hospital warnen im New England Journal of Medicine davor, dass eosinophile Ösophagitis (EE) immer häufiger auftritt. Die Krankheitszahlen sind in den letzten Jahren so sehr angestiegen, dass sie bereits bekannteren Darmproblemen wie der Crohn-Krankheit Konkurrenz machen. Aufgrund der relativ geringen Bekanntheit der eosinophilen Ösophagitis kann es zum Teil Jahre dauern bis Patienten eine entsprechende Diagnose erhalten.

Das Team um Marc Rothenberg suchte nach Hinweisen auf EE in Gewebeproben von Patienten des Hospitals, die mit Speiseröhrenproblemen eingeliefert wurden. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren fanden Sie 315 Patienten mit Hinweisen auf EE in den Proben. Nur 2,8 Prozent davon wurden vor dem Jahr 2000 gefunden, was nahe legt, dass die Krankheit in den vergangenen Jahren häufiger geworden ist. Die EE Werte wurden in anderen Regionen nicht gemeldet, so dass die nationalen Zahlen schwer zu schätzen sind. Geht man von einer ähnlichen Rate in anderen Regionen aus, könnte das jährliche Vorkommen bei einem von 10.000 Kindern liegen.

EE verursacht ähnliche Symptome wie eine Reflux-Erkrankung, nämlich Erbrechen und Probleme beim Schlucken von Nahrungsmitteln. Auf die gleiche Behandlung erfolgt jedoch keine entsprechende Reaktion. Derzeit ist laut BBC nicht bekannt, wodurch die Erkrankung hervorgerufen wird. Es wird angenommen, dass ein Zusammenhang zu bestimmten Allergieformen besteht, da EE durch stark erhöhte Werte der eosinophilen Leukozyten charakterisiert wird. Dabei handelt es sich um weiße Blutkörperchen, die bei Entzündungen und allergischen Reaktionen eine Rolle spielen. Rothenberg und seine Kollegen fanden heraus, dass EE auch in der Familie zu liegen scheint. Das legt nahe, dass auch genetische Neigungen untersucht werden könnten. (pte)

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