Kehrtwende von Bush: Können Kampf gegen den Terror nicht gewinnen

von Redaktion  |  31. August 2004, 18:46
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    Kehrtwende von Bush zum Kampf gegen Terror: "Ich glaube nicht, dass man ihn gewinnen kann."

US-Präsident: Man könne aber Bedingungen schaffen, die es "weniger akzeptabel" machen, Terror einzusetzen

Washington/New York - US-Präsident George W. Bush rechnet nicht mehr damit, den Terrorismus völlig bezwingen zu können. Der Kampf gegen den Terror sei langwierig, und "ich glaube nicht, dass man ihn gewinnen kann", sagte Bush am Montag dem TV-Sender NBC. Allerdings: Man könne Bedingungen schaffen, die es in einigen Weltgegenden "weniger akzeptabel" machten, Terror als Mittel zum Zweck einzusetzen.

Diese Äußerung wurde von den Demokraten umgehend scharf kritisiert: Über Monate hätten die Republikaner "mit ihrer einzigartigen Fähigkeit" Wahlkampf betrieben, den Kampf gegen den Terrorismus zu gewinnen, sagte der demokratische Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, John Edwards. "Das ist jetzt nicht die Zeit, die Niederlage einzuräumen".

In New York begann unterdessen der Parteitag der Republikaner, bei dem Bush als Kandidat für eine weitere Amtszeit nominiert werden wird. Umfragen zufolge ist der von Bush ausgerufene "Krieg gegen den Terror" - trotz aller Unzufriedenheit über die Wirtschaftslage und den Verlauf des Irakkriegs - für eine Mehrheit der Amerikaner der entscheidende Grund, ihn am 2. November im Amt zu bestätigen. In jüngsten Befragungen liegt Bush leicht vor seinem demokratischen Herausforderer John Kerry. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.8.2004/red)

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johann potakowskyj   
31.08.2004 14:50
aber es gibt hoffnung

ich möchte hier wieder einmal auf islamonline verweisen. ein junger moslem aus indien möchte eine moderate madrassa gründen. es soll indisch und arabisch unterrichtet werden, aber sie wollen keinen islamischen geistlichen. sie suchen einen menschen der viel über den islam weiss , aber im leben steht und auch einen beruf ausübt.

insbesonndere die asiatischen moslems beginnen ein starke gegenbewegung und nennen das kind beim namen. sie meinen z.b. das die arabsichen faschisten nicht die alleinigen rechte auf den richtigen islam haben ...

http://islamonline.org/Discussio... rn+Madarsa

es gibt also hoffnung auf frieden ...

mfg
jta

Liberalissimus Maximus
31.08.2004 13:19
Terrorismus im allgemeinen

Lese gerade das Buch " Media Control" von Noam Chomsky. In der Einleitung wird Terrorismus und die eigentliche Bedeutung dieses Wortes sehr genau behandelt.
Wenn man nun die allgemein gültige Definition des Wortes Terrorismus hernimmt und auf die alltäglich anfallenden Scharmützel auf diesem Planeten anwendet, kommt man zu dem traurigen Schluss, dass die USA seit ca. 30 Jahren der grösste Terrorist auf diesem Planeten ist - unabhängig vom Präsidenten und der Partei welcher er gerade angehört.
Die Verschränkung der Allmacht des Kapitals mit den politischen Eliten - unabhängig von der Parteizugehörigkeit - ist das eigentliche Problem. So lange das nicht gelöst ist, werden die USA diesen Planeten terrorisieren - ZWECKS GEWINNMAXIMIERUNG!

gegen _ links
31.08.2004 18:13

...und ich glaube, Sie lesen die falschen Bücher.

Anton Gsandtner
31.08.2004 15:56
Noam Chomsky und Neil Postman - Politische Pflichtliteratur !


Tagespolitik kommt einem
da wie ein Schundheftl vor.

A. Gsandtner

klein adlerauge 
31.08.2004 17:35

wer mal reinlesen will
www.zmag.org
da sind immer ein paar artikel von chomsky und ich glaube auch von postman online

johann potakowskyj   
31.08.2004 12:21
dass ed ein langer krieg wird

das hat er schon zu beginn des afganistan krieges gesagt. er hat damals von einem langen kampf gesaprochen und dass es amerikanische opfer geben wird.
es ist keine kertwende, sondern die wiederholung einer feststellung.

nur, die medien haben das übergangen und sich vorwürfe hineingesteigert, dass der krieg ja immer noch nicht zu ende ist ...

was mir hier bei all den postings abgeht, ist wenigstens einer, der der hoffnung ausdruck verleiht, dass der amerikanische präsident irrt.

nein diese hoffnung scheint hier echt keiner zu haben.

mfg
johann potakowskyj

Atta Troll 
31.08.2004 14:23
Man ist geneigt zu sagen: "Mister, zu den Bedingungen die "Terror weniger akzeptierbar machen" gehört der Kernpunkt:

Dass die militärische Intervention im Irak gleichsam eine Änderung der US-Aussenpolitik im israelisch-palästinensischen Konflikt bedingt hätte und noch tut. Weniger Schutzmachtrolle Israels mehr Druck (auf beide Seiten) bei der Umsetzung der "Roadmap".

Ohne das, Mister, bleibt die Intervention ein einseitiger Eingriff in einer Krisenregion, der die "Akzeptanz zur Gewalt" nur erhöht.

der Ringe 
31.08.2004 13:27

das braucht man nicht zu hoffen - das weis man...

F*** the ÖVP 
31.08.2004 12:18
Flip

Flop

Ravi Ravendro
31.08.2004 11:32
Bush wählen

bedeutet das amerikanische Land unsicherer machen. Daß das Kriegervolk USA zwar international selbstlegitimierte Tötungen vornehmen will, aber sich zugleich in die Hose scheißt wenn im Inland der Terror ihr Leben völlig einengt, ist nun einmal der paradoxe Knoten, mit dem die Republikaner jeden Tag ihres Lebens aufwachen müssen. Sie sollen ruhig Bush wählen, and I wish them a happy life.

christian kamenik
31.08.2004 12:06
Kerry wird daran allerdings auch nichts ändern,

da er praktisch das gleiche Programm vertritt wie Bush.

Bezogen auf den weltweiten Protest & Widerstand wäre deshalb paradoxerweise die Wiederwahl Bushs günstiger - da er so OFFENSICHTLICHE imperialistische Politik betreibt, dass er viel stärker polarisiert.

VI SHU 
31.08.2004 11:00
orwell, schau ohwe!!!

der NIEMALS enden wollende krieg gegen eine phantomfeind. niemals zu gewinnen, dennoch wird umso vehementer gefochten. brrrrrrr

ALICE IM WONDERLAND
31.08.2004 11:00
ps: man könnte jetzt ätzend psychologisch sagen,

den kampf gegen sich selber verliert man öfters

Helmut Huber
31.08.2004 10:53
Und wie ist die amerikanisch-englische Phrase für

"Für was hammer jetzt die Krot gfressn?"

Owi lacht
31.08.2004 14:59
Ich würd ja gerne aushelfen

aber ich weiß leider nicht, was Krot auf amerikanisch heißt.

Sogenet
31.08.2004 12:47
What for we have gulped down bushes and tommies?

frank rosner
31.08.2004 10:52
der letzte pantuneger

weiß schon längst - worauf schurliburli jetzt draufgekommen ist - also wenn die den nochmals wählen sollte - gnade uns bush

BierGerry
31.08.2004 10:39

"Man könne Bedingungen schaffen, die es in einigen Weltgegenden "weniger akzeptabel" machten, Terror als Mittel zum Zweck einzusetzen."
Ich würde vorschlagen, Bedingungen zu schaffen, die es weltweit unnötig machen, Terror einzusetzen. Mag sein dass es sehr viel schwieriger ist eine Welt zu schaffen die sozial-ausgeglichen ist, aber langfristig bestimmt der einzige Weg. Menschen die unterdrückt werden, werden sich (verständlicherweise) immer zur wehr setzen, und sich befreien wollen.

Karl Lexikon
31.08.2004 13:02
Falsch - es "wehren" sich nicht diejenigen die sich unterdrückt fühlen

sondern diejenigen, die eine realistische Chance sehen, durch Gewalt politische Macht zu erkämpfen. Dann schließen sich irgendwann auch die "unterdrückten Massen" an. Am Ende wird eine Herrschaftsordnung gegen eine andere getauscht, und es ist eine Frage der dann herrschenden Gewalt - Ökonomie, wieweit die Partizipation der Beherrschten geht. An der Logik der politischen Gewalt: daß jede zivile Ordnung voraussetzt, daß Gewalt monopolisiert und die Bevölkerung entwaffnet wird, ändert sich nichts.

Hübner
31.08.2004 11:41

Unterdrückt werden?
.. oder sich unterdrückt fühlen?

johann potakowskyj   
31.08.2004 12:27
weltmacht werden wollen

mit bevölkerungsexplosion und grassem analphabetentum. zu glauben, ein bisserl öl in der erde berechtigt zu weltherrschaft.

naja die scheinchs werden sich sagen, was ist eigentlich der unterschied zwischen analphabeten und geistigen nackerpatzln?

die analphabeten schreiben wenigstens keine schmarren in internetforen.

mfg
johann potakowskyj

Hübner
31.08.2004 13:28
oops!

T.h. omas 
31.08.2004 12:15
Wo genau trennen Sie das?

Subjektiv - objektiv - Problem.

Hübner
31.08.2004 13:27

Lassen Sie es mich so andenken: Kann man Menschen überhaupt unterdrücken?
Und wie also könnte man sich eine Gesellschaft denken, die unter der Prämisse "funktioniert", daß man Menschen überhaupt nicht unterdrücken kann?

T.h. omas 
31.08.2004 21:25
Interessant Frage....

ich denke, man kann Menschen nur "unterdrücken",, wenn diese das zulassen, wobei sie sich danach "unterdrückt" fühlen und dieses Gefühl auch echt ist, auch wenn sie sich die Situation zumindest zu dem Teil, der ihrer Verantwortung unterliegt -der natürlich je nach Mensch riesig oder winzig sein kann- selbst zuzuzschreiben haben als der unmittelbare Verursacher derselben. Und eine Gesellschaft denken, die unter der Prämisse stehen soll, dass Menschen nicht unterdrückbar seien, ist sehr schwer, weil alle bisherigen im kollektiven Bewusstsein schnell greifbaren Modelle von Gesellschaft auf der Prämisse basieren, dass Unterdrückung möglich und richtig ist. Aber es wäre einen Feldversuch wert... ;-)

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