Dresden soll Zentrum europäischer Nanoelektronik-Forschung werden

7. September 2004, 10:42
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Staat unterstützt neue Einrichtung mit 80 Mio. Euro

Mit der Einrichtung eines neuen Forschungszentrums soll Dresden zum Mittelpunkt der europäischen Forschung für Nanoelektronik werden. Dies zeige, wie wichtig Deutschland als Standort für Innovationen sei, erklärte die deutsche Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) am Montag in Dresden. Gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU), dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, sowie Industrievertretern unterzeichnete Bulmahn eine Absichtserklärung über Finanzierung und Forschungsschwerpunkte der als Fraunhofer-Zentrum geplanten Einrichtung.

Gemeinsam mit Infineon und AMD

Die Fraunhofer-Gesellschaft soll das Forschungszentrum gemeinsam mit dem Halbleiterhersteller Infineon und dem US-Chipproduzenten AMD in Infineons Entwicklungszentrum aufbauen. Forschungschwerpunkt soll die Technologie der 300-mm-Siliziumwafer sein. Nanoelektronik ist eine Weiterentwicklung der Mikroelektronik mit noch kleineren Bauteilen. "Das Zentrum ist ein Modell für die Verzahnung von Forschung und Fertigung", erklärte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger.

Offen

Es solle auch weiteren Partnern wie Material- und Geräteherstellern offen stehen. Wie Bulmahn erklärte, ist dies das erste Mal, dass die deutsche Regierung von Beginn eines solchen Projekts an mit der Industrie zusammenarbeitet. Sachsen und der Bund wollen die Einrichtung mit insgesamt 80 Mio. Euro unterstützen.

170 Millionen Euro

Für die kommenden fünf Jahre planen die Industriepartner Forschungsprojekte von rund 170 Mio. Euro. Die Region Dresden gilt bereits heute als größter europäischer Elektronikstandort; in den vergangenen Jahren entstanden dort über 20.000 Arbeitsplätze. (APA)

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