Fujitsu Siemens sucht neuen Österreich-Chef

7. September 2004, 10:42
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Der Abgang von Marcus Dekan hat eine "ungeplante Lücke" hinterlassen

Nach dem - auch für Firmenchef Bernd Bischoff überraschenden - Abgang von Country Manager Marcus Dekan ist Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers weiter auf der Suche nach einem Österreich-Chef. Das Unternehmen will die Niederlassungen in Österreich und der Schweiz zu einer Region zusammenfassen. Kündigungen soll es keine geben.

Ein eigener Region Manager neben zwei Country Managern sei "rausgeschmissenes Geld"

Den Job von Dekan hat vorübergehend der Schweizer Fujitsu Siemens- Chef Roger Semprini übernommen. "Beide Organisationen bleiben aber selbstständig und haben beziehungsweise bekommen einen eigenen Country Manager. Dass Semprini Region Manager wird, ist mehr oder weniger Zufall. Das nächste Mal wird es vielleicht ein Österreicher", findet Bischoff an der Personalunion nichts Ungewöhnliches. Insofern sei es auch unrichtig, dass die Österreicher an die Schweizer berichten müssten. Ein eigener Region Manager neben zwei Country Managern sei "rausgeschmissenes Geld".

Zusammen

"Auch Spanien und Portugal sind zusammengelegt worden. Cluster machen Sinn, weil es egal ist, ob eine Region 150 oder 300 Mio. Menschen umfasst. Die Infrastruktur ist dieselbe", so der seit Anfang Juli amtierende Firmenchef. Man werde "ein paar Leute" in diesem Bereich einsparen, wolle aber "mehr Personen an die Front - also in den Verkauf - schicken". Dadurch werde es zu Fluktuationen, aber nicht zu Kündigungen kommen. "Das betrifft insgesamt vielleicht zehn Mitarbeiter in Österreich und der Schweiz. Insgesamt ändert sich nicht viel", gab sich Bischoff überzeugt.

Lücke

Der Abgang von Marcus Dekan habe eine "ungeplante Lücke" hinterlassen, zurzeit seien Berater auf der Suche nach einem geeigneten Country Manager. Dieser wird allerdings nicht mehr für die bisher von Wien aus betreute Region Mittel- und Südosteuropa zuständig sein. "Wir wollen die neuen EU-Mitglieder aus einer Hand managen", so Bischoff. Und das werde nicht die des neuen Österreich- Chefs sein, sondern einem in London wohnhaften Manager, der regelmäßig durch die Länder tourt, verantwortet. Für das per 1. September endende Geschäftshalbjahr rechnet Bischoff mit guten Ergebnissen. (APA)

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