Intel bringt Chip-Produktion der nächsten Generation voran

7. September 2004, 10:51
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Erstmals Speicher-Chip mit mehr als einer halben Milliarde Transistoren in der neuen 65-Nanometer-Fertigung hergestellt

Intel ist ein wichtiger Schritt in der Chipproduktion der nächsten Generation gelungen. Der weltgrößte Chiphersteller hat erstmals einen Speicher-Chip (SRAM) mit mehr als einer halben Mrd. Transistoren in der neuen 65-Nanometer-Fertigung hergestellt. Dabei wurden auch einige weitere technische Details verbessert, mit denen die Chips künftigen Ansprüchen von Computernutzern an Leistung und Stromverbrauch genügen sollen.

Funktionstüchtig

Der SRAM-Chip sei vollständig funktionstüchtig und habe eine Leistung von 70 Megabit, teilte das Unternehmen am Montag in Santa Clara (Kalifornien) mit. Mit der neuen Fertigungstechnologie will Intel weiter das Moore'sche Gesetz befolgen. Das Gesetz des Unternehmensmitgründers Gordon Moore besagt, dass die Leistung eines Computerchips sich alle eineinhalb bis zwei Jahre verdoppelt.

Immer kleinere Geräte

Da PC, mobile Computer und andere Geräte immer kleiner werden, muss die Leistungssteigerung gleichzeitig auch auf immer engerem Raum Platz finden. So sollen zum Beispiel die Schaltkreise (Gates) der künftigen 65-Nanometer-Chips, in denen die Transistoren an und ausgeschaltet werden, so klein sein, dass hundert von ihnen in einem menschlichen Blutkörperchen Platz finden könnten.

Wechsel

Derzeit produziert Intel als erstes Unternehmen seine Prozessoren in Massenfertigung mit der so genannten 90-Nanometer-Technologie. Dabei sind die Strukturen, die auf einem Chip aufgebracht werden, statt wie herkömmlich 130 nur noch 90 Nanometer breit. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Millimeter. Der Wechsel auf die Produktion von 65 Nanometer ist bereits für das nächste Jahr geplant. Intel sei auf gutem Wege, den eigenen Zeitplan einzuhalten, sagte Intel-Manager Sunlin Chou.(APA/dpa)

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