Preisschlacht: tele.ring steigert Marktanteil, Konkurrenz verliert

9. September 2004, 10:23
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Mobilkom-Chef Nemsic: Penetrationsrate von 91,8 Prozent spiegle Trend zum Zweit- und Dritthandy und weg vom Festnetz wider - Zwei Drittel aller Geschäftskunden bei der Mobilkom

Am österreichischen Mobilfunkmarkt tobt der Preiskampf ungebrochen, am meisten konnte bisher der viertgrößte Anbieter tele.ring profitieren. Während die Tochter des US-Konzerns Western Wireless bei den Kunden um 3,9 auf 10,2 Prozent zulegte, mussten die Mitbewerber Einbußen hinnehmen. Marktführer Mobilkom Austria verlor geringfügig von 43,5 auf 42,3 Prozent, T-Mobile etwas mehr von 29,2 auf 26,6 und One von 21,0 auf 19,0 Prozent Marktanteil, so Daten der Mobilkom.

Penetrationsrate von 91,8 Prozent

Insgesamt halte man in Österreich bei einer Handy-Penetrationsrate von 91,8 Prozent, was den Trend zum Zweit- und Dritthandy sowie weg vom Festnetz widerspiegle, so Mobilkom-Chef Boris Nemsic am Montag vor Journalisten. Wie die Mobilkom betonte, habe man bei den Vertragskunden um 0,3 Prozentpunkte auf 53,4 Prozent zulegen können, der durchschnittliche Umsatz pro Kunden blieb mit 36,2 Euro (nicht 33,3 Euro, wie zuvor fälschlich berichtet) jedoch unter dem Vergleichswert des Vorjahres (37,5 Euro).

Zwei Drittel aller Geschäftskunden bei der Mobilkom

Im lukrativen Geschäftskundenmarkt betreue man mehr als zwei Drittel aller Businesskunden in Österreich, so die Tochter der börsenotierten Telekom Austria. Die Jahre des "wilden Wachstums" seien nun vorbei, versicherte Nemsic, der aber weitere Preissenkungen oder eine stärkere Handystützung in Zukunft nicht ausschließen wollte. Mit der Einführung der Rufnummernportabilität im Oktober 2004 (der Mitnahme der Nummer inklusive Vorwahl bei Betreiberwechsel) werde sich jedenfalls noch der Wettbewerb verschärfen. Vorwürfe der Mitbewerber, die Mobilkom könnte die Umsetzung verzögern, da sie nach Branchenschätzung am meisten Kunden verlieren könnte, wies er zurück. Man werde pünktlich starten und weiter auf Innovation und Qualität setzen, so Nemsic.

Konstant

Konstant geblieben sei die Zahl der Mitarbeiter - für Österreich arbeiten demnach 2.332 Personen, für die ganze Gruppe mitsamt den Auslandsbeteiligungen 3.650. An eine Reduktion sei nicht gedacht. Insgesamt hätten sich im ersten Halbjahr die Kosten die Personalkosten um 8,3 Mio. Euro erhöht, was in erster Linie auf die im Laufe der Zeit steigenden Gehälter zurück zu führen sei. (APA)

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