Violette Festwoche abgeschlossen

10. September 2004, 11:20
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Während Austria drei Siege in einer Woche feiern durfte, hadert Rapid nach dem 1:2 bei Superfund Pasching mit Schiedsrichter Mostböck

Wien/Linz - Unterschiedlich ist am Sonntag die siebente Runde der T-Mobile-Fußball-Bundesliga für die zwei Wiener Vereine ausgeklungen. Während Austria Wien im Horr-Stadion den SV Wüstenrot Salzburg in einem furiosen Finish in der Nachspielzeit 2:0 besiegte, kassierte Rapid mit dem 1:2 im Schlager in Pasching die erste Saison-Niederlage. Double-Gewinner Liebherr GAK blieb daher trotz des 0:2 am Samstag in der Südstadt Tabellenführer, mit einem Punkt vor den Grünweißen und je drei vor den Violetten und Nordea Admira.

Hickersberger sah "spielentscheidende Szene"

Im Waldstadion fiel die Vorentscheidung in der 70. Minute, als Ivanschitz allein auf Schicklgruber zulief und vom Superfund-Keeper unsanft gestoppt wurde. "Ein klarer Torraub und Freistoß, es war eine spielentscheidende Szene", befand Rapid-Trainer Josef Hickersberger und sein Kapitän, der verhinderte Torschütze, pflichtet ihm bei: "Ein klares Foul, eine klare Rote Karte, vielleicht hätte uns das nochmals Schwung gebracht. Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen, wir haben's zu akzeptieren."

Mostböck gestand Fehler ein

Franz Mostböck, der Mann in Schwarz, meinte, dass es auf dem Spielfeld nach einem "klassischer Zusammenstoß" ausgesehen habe. Der Niederösterreich musste jedoch nach Studium der TV-Bilder eingestehen: "Es schaute nach Foul aus." Youngster Thomas Pichlmann, der in der 81. Minute mit seinem ersten Saisontor das Siegestor erzielt hatte, tangierten die Diskussionen wenig. "Ich hoffe, jetzt sind wir aus dem Tief draußen und es geht wieder bergauf", sagte der Stürmer nach zuletzt drei Niederlagen in Serie.

Tolle Woche für Austria

Drei Spiele, drei Siege, 14:0 Tore! Die Austria hat die englische Woche optimal hinter sich gebracht. Gegen die clever agierenden Salzburger wurde es das erwartete Geduldsspiel, an dessen Ende Dank der Tore von Papac (94. Min.) und von Rushfeldt (96.) doch ein Happy End stand. "Ich bin froh. Dass die Tore so spät gefallen sind, spricht für eine intakte Mannschaft", freute sich Teammanager Günter Kronsteiner in Abwesenheit von Stronach-Visitator Otto Baric.

Kronsteiner: "Verdient gewonnen"

Die Müdigkeit nach dem UEFA-Cup hätte mitgespielt. "Aber letztlich haben wir auch Glück gehabt und verdient gewonnen", so Kronsteiner, der Fortschritte in seiner Truppe feststellt. Sie wird eine Einheit, die Stimmung ist gut, die Spieler verstehen einander und freuen sich gemeinsam", sagt der Teammanager, der mit den drei Punkten gar nicht mehr gerechnet hatte. Als Beispiel für den neuen Geist nannte er Papac, der nach seinem Tor niedergerissen wurde. Diese Freude sei ansteckend. Das war vorher nicht so gewesen.

Enttäuschte Salzburger

Bitter enttäuscht waren natürlich die Salzburger, die die Hausherren über 90 Minuten kaum zur Entfaltung hatten kommen lassen. "Wir hätten uns einen Punkt verdient. Ich kann meiner Mannschaft bis auf die Konzentration in den letzten zehn Sekunden keinen Vorwurf machen. Jeder hat alles gegeben, aber das Glücksvogerl ist woanders hingefolgen", resümierte der deutsche SVS-Trainer Peter Assion nach der ersten Niederlagen nach vier Runden.

Schlagerspiel steht an

Unmittelbar vor den späten Verlusttoren war Richarlyson wegen wiederholten Foulspielens vom schwachen Tiroler Schiedsrichter Thomas Einwaller vorzeitig unter die Dusche geschickt worden. "Der starke Kopfballspieler hat uns letztlich gefehlt. Zum Schiedsrichter sage ich nichts, den haben wir schon in Graz gegen den GAK gehabt", so Assion. In Graz waren die Mozartstädter als 0:1-Verlierer die bessere Elf gewesen. Nach dem Länderspiel am 11. September kommt es mit GAK - Austria zum nächsten Schlager.(APA)

  • Austria Wien wurde in der 94. Minute von Papac erlöst.

    Austria Wien wurde in der 94. Minute von Papac erlöst.

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