"Wenn ich ein Gemälde wäre, dann hätte ich mehr Farbschichten bekommen"

7. September 2004, 12:10
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Vom großen Orchester zum Verzicht auf Instrumente: Björk sieht sich erwachsener und reifer geworden

Hamburg - Statt auf große Orchester setzt die isländische Sängerin Björk (38) verstärkt auf Kraft und Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme. "Instrumente langweilen mich", sagte Björk in einem am Montag veröffentlichen Interview mit der "Netzeitung". Deshalb sei auch ihr neues Album "Medúlla" ein A-capella-Album geworden. Es habe ihr plötzlich Spaß gemacht zu singen. "Auf meiner letzten Tour hatte ich schon ein 50-köpfiges Orchester und eine 20-köpfige Band auf der Bühne stehen. Mehr geht nicht."

Sie sei erwachsener und reifer geworden, sagt Björk, die im Film "Dancer in the Dark" die Hauptrolle spielte. "Ein Mensch, der 38 Jahre als ist, bietet ein farbenreicheres Spektrum als jemand, der 28 ist." Sie könne heute viel mehr als vor zehn Jahren und sei viel selbstsicherer geworden. "Wenn ich ein Gemälde wäre, dann hätte ich mehr Farbschichten bekommen." (APA/dpa)

"Die gute Mutter aus dem Meer"
("Medúlla"-Rezension von Christian Schachinger)

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