Krampfhafte Bikini-Girlies

13. September 2004, 14:13
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Eine dieStandard.at-Leserin fragt, warum Frauen auch im Sport die Rolle der Pin-ups spielen müssen

Mir fällt auf, dass im Sport die Männer jedes Jahr mehr Textiles tragen - im Vergleich zu Sportlern früherer Jahre, siehe alte Sportberichterstattungen aus vergangenen Jahrezehnten - während die Frauen sich immer mehr ausziehen.

Das finde ich verblüffend, da ich mir laienhaft vorstelle, dass zum Beispiel für Weitsprung oder Sprint eine geschlechtsneutral vernünftige und zweckmäßige Kleidung ausgetüftelt worden ist. Wahrscheinlich rennen die Männer deswegen in Einteilern oder ihrer Version der Radlerhosen - sollen sie die Muskeln warm halten?

Aber warum tragen die Frauen seit einiger Zeit Bikinis in so vielen Sportarten? Warum sind Bikinis im Beachvolleyball sogar vorgeschrieben, während die Männer lässig und bequem gekleidet herumhupfen? Es sieht ehrlich gesagt ziemlich lächerlich und vor allem unwürdig aus. Eine Sportlerin sollte es wohl nicht nötig haben, ihren gepiercten Nabel auch noch vermarkten zu müssen.

Sind wir also doch in den 50er-Jahren angelangt, wo Frauen - wenn sie schon unbedingt dabeisein müssen - immer auch die Rolle des Pin-ups erfüllen müssen? Jedenfalls haben Frauen im Sport auch schon einmal souveränere Auftritte gehabt als die krampfhaften Bikini-Girlies in der Leichtathletik heutzutage. Doris Day mit Tätowierung und Piercing, rein einstellungsmäig, finde ich.
(Brigitte Schön)

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