Österreichs Wirtschaft gewinnt an Fahrt

20. September 2004, 16:47
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Produktionsindex stieg im Juni um 4,3 Prozent - Industrie mit Umsatzplus von 8,7 Prozent im Mai

Wien - In Österreich gibt es klare Zeichen für eine Konjunkturerholung. Der Produktionsindex ist im Juni 2004 nach Arbeitstagen bereinigt im Jahresabstand um 4,3 Prozent auf 116,7 Punkte gestiegen. Ohne Berücksichtigung der Energie-Erzeugung erhöhte sich der Index um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, teilte die Statistik Austria am Montag mit.

Mehr Investitionsgüter

Gegenüber Juni 2003 wurden um 10,8 Prozent mehr Investitionsgüter erzeugt und um 4,8 Prozent mehr Produkte, die als Vorleistungen verwendet werden. Die Erzeugung von Strom, Gas und Wärme erhöhte sich um 5,7 Prozent. Während die Produktion kurzlebiger Konsumgüter um 2,7 Prozent stieg, sank die der langlebigen Konsumgüter um 7,9 Prozent.

Im ersten Halbjahr stieg der Produktionsindex laut Statistik Austria um 3,7 Prozent und ohne Berücksichtigung der Energie-Erzeugung um 4,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Langsame Erholung im Beschäftigungssektor

Bereits im Mai hatte die Wirtschaft an Fahrt gewonnen. Die österreichischen Industriebetriebe konnten ihren Umsatz um 8,7 Prozent auf 11,9 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresmonat steigern. Die Beschäftigungssituation im produzierenden Bereich (Sachgüter und Bauwesen) erholt sich nur langsam. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im Mai um 0,8 Prozent.

Leichte Erholung im Bauwesen

Der Produktionswert im Bereich Sachgüter legte im Mai bei 558.402 unselbstständig Beschäftigten (plus 0,5 Prozent) um 8,6 Prozent auf 10,1 Mrd. Euro zu. Die Erholung im Bauwesen (Hoch- und Tiefbau einschließlich Baunebengewerbe) fiel vergleichsweise schmal aus. Dort erwirtschafteten 4.556 Betriebe (minus 0,3 Prozent) mit 178.081 Beschäftigten (plus 0,6 Prozent) einen Produktionswert von 1,6 Mrd. Euro, was einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht, heißt es weiter.

Die Auftragseingänge im gesamten Bauwesen lagen im Mai mit 1,5 Mrd. Euro um 4,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Auftragsreserven beliefen sich auf 6,3 Mrd. Euro, was einem Plus von 9,2 Prozent entspricht. (APA)

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