Mexiko-Stadt: 200.000 demonstrieren für Oberbürgermeister

1. September 2004, 19:19
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Obrador soll angeklagt werden - Vorwurf gegen den sozialistischen Politiker: "Amtsmissbrauch"

Mexiko-Stadt - Mehr als 200.000 Menschen haben am Sonntag in Mexiko-Stadt für den Verbleib des Oberbürgermeisters Andres Manuel Lopez Obrador im Amt demonstriert. Mit einer Großkundgebung auf dem zentralen Platz der Hauptstadt wandten sie sich gegen die Bemühungen der Justizbehörden, die Immunität des sozialistischen Politikers aufzuheben, um ihn wegen Amtsmissbrauchs anzuklagen.

López Obrador, Mitglied der oppositionellen Partei der Demokratischen Revolution (PRD), ist einer der wichtigsten politischen Gegenspieler des konservativen Präsidenten Vicente Fox und gilt als aussichtsreicher Kandidat für dessen Nachfolge bei den Wahlen 2006. Ihm droht eine Anklage, weil er sich bei einem Straßenbauprojekt über einen gerichtlich angeordneten Baustopp hinweggesetzt haben soll. Seine Anhänger glauben an ein Manöver seiner Gegner, um dem populären Politiker zu schaden. Für die Kundgebung am Sonntag hatte seine Partei Anhänger aus vielen Teilen des Landes in Bussen in die Hauptstadt gebracht. (APA/dpa)

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    Kundgebung für den Bürgermeister von Mexico City.

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