Ferrari gewonnen und zerstört

1. September 2004, 12:19
9 Postings

23-Jähriger verlor auf kurvenreicher Straße Kontrolle über Boliden

Drei Jahre hatte ein junger Oberösterreicher warten müssen, bis er ein Wochenende lang mit einem gewonnenen Ferrari fahren durfte. Lange konnte er sich nicht darüber freuen: Am Samstagabend überschlug er sich mit dem Gefährt, verletzte sich und seinen Beifahrer und demolierte den Wagen.

Der 23-Jährige war gemeinsam mit dem Vater eines Freundes unterwegs, als er auf einer kurvenreichen Landesstraße in Unterweißenbach (Bez. Freistadt) die Kontrolle über den 400 PS starken Ferrari 360 Modena verlor. "Wir haben alleine auf der Straße 100 Meter lange Schleuderspuren gefunden, dann ist der Wagen noch 150 Meter über eine Wiese gerutscht", berichtet ein Gendarm. Nach einem Überschlag landete der Sportwagen schließlich in der Naarn.

Die beiden Männer konnten sich selbst auf dem Wrack befreien, im Krankenhaus wurde bei dem jungen Lenker dann ein Schulterbruch diagnostiziert, zusätzlich erlitt er wie sein Beifahrer Schnitt- und Schürfverletzungen.

Ritt vor drei Jahren gewonnen

Gewonnen hatte der Mühlviertler den gefährlichen Ritt auf dem Boliden vor drei Jahren bei einem Gewinnspiel. In den Nutzungsbestimmungen des Vermieters ist jedoch vermerkt, dass dreijähriger Führerscheinbesitz und ein Mindestalter von 23 Jahren Voraussetzung für die Fahrt sind.

Vermieter Roland Maurer gesteht ein, dass der Unfall "keine angenehme Angelegenheit" ist und will nicht über Details sprechen. Wie hoch der Selbstbehalt für den 23-Jährigen ist, kann Maurer noch nicht sagen. Er werde aber "doch sehr spürbar" sein, liegt der Neupreis doch bei 158.000 Euro.

Bei einem weiteren ungewöhnlichen Unfall wurden am Bodensee neun Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein 41 Jahre alter Freizeitkapitän war in der Nacht zum Sonntag mit einem überbesetzen Motorboot in den Rheindamm gedonnert.

Das tonnenschwere Boot wurde aus dem Wasser katapultiert und kam erst sieben Meter vom Ufer entfernt zum Stehen. Der Schiffsführer war nicht alkoholisiert, aber nach Gendarmerieangaben unerfahren. (Michael Möseneder/DER STANDARD; 30.8.2004)

Share if you care.