Wie man Handys ortet

5. September 2004, 20:01
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[] Zellbasierte Lokalisierung: Jedes Mobiltelefon meldet sich in der Regel an derjenigen Zelle in der näheren Umgebung mit der höchsten Feldstärke an. Jede Zelle verfügt über eine eindeutige Identifikationsnummer (ID), somit ist eine allerdings relativ ungenaue Ortung des Teilnehmers möglich - mit Abweichungen von 100 Metern bis 35 Kilometern.

[] EOTD (Enhanced Observed Time Difference): Mit diesem Verfahren lassen sich Handys bis auf 50 bis 150 Meter orten. Dabei misst das Mobiltelefon die Laufzeitunterschiede von Signalen zu mehreren Sendern.

[] Assisted GPS: GPS (Global Positioning System) ermöglicht Positionsbestimmungen eines Geräts mit Abweichungen von 20 bis 100 Metern. Durch die Zusammenführung von GPS mit dem Mobilfunk wird die Ortung genauer: Mobile Endgeräte, die mit GPS ausgestattet sind, können mit einer Ungenauigkeit von zehn bis 50 Metern angepeilt werden. Nachteil: nur im Freien anwendbar. Ist im urbanen Bereich auch teilweise nicht verfügbar.

[] Bluetooth: Der 1998 entwickelte Funkstandard für kurze Distanzen. Ein Mobiltelefon kann damit von eigenen Bluetooth-Stationen angepeilt werden, das Handy wird identifiziert als eines, dessen Besitzer besondere Berechtigungen erlangt hat. Wird durch Hindernisse und Personen leicht gestört, obwohl Bluetooth-Radiowellen verwendet, die im Prinzip auch durch Hindernisse durchdringen können. (pi/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30. 8. 2004)

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