FMS: Interne Belege für fragwürdige Millionentransaktionen

8. September 2004, 12:56
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Nicht nachvollziehbare Ein- und Auszahlungen - 650.000 Euro für Tante der Ex-Chefin

Wien - Interne Aufzeichnungen des Investmenthauses FMS Financial Management Service würden den Verdacht fragwürdiger Transaktionen in Millionenhöhe nähren, berichtet "profil" in seiner morgen, Montag, erscheinenden Ausgabe.

Demnach seien die beiden Gründer und Ex-Geschäftsführer Brigitta Svoboda und Bernd-Peter Pankonin bereits kurz nach der Gründung des auf Devisenkredit-Management spezialisierten Unternehmens groß ins Anlagegeschäft eingestiegen. Allein von Oktober 2000 bis Jahresende 2002 dürfte FMS von diversen Anlegern nach "profil" vorliegenden Unterlagen nicht weniger als 24 Mio. Schilling (umgerechnet 1,7 Mio. Euro) übernommen haben. FMS hatte für das Wertpapiergeschäft nicht nur keine Konzession. Die Gelder seien auch gar nicht veranlagt worden, sondern wurden, so Masseverwalter Bernhard Eder, "als Umsatzerlöse verbucht und sogar versteuert", heißt es in einer "profil"-Vorausmeldung.

650.000 Euro für Tante der Ex-Chefin

Die Investoren hätten zwar laufend Kontoauszüge zugeschickt bekommen, tatsächlich dürften aber zwei Drittel der Beträge gleich wieder an andere ausbezahlt worden sein. Auf einer FMS-internen Empfängerliste finde sich unter anderm der Name einer Tante von Ex-Chefin Svoboda, der im fraglichen Zeitraum 8,9 Mio. Schilling (647.000 Euro) überwiesen worden sein sollen.

Die Staatsanwaltschaft Wien führt mittlerweile Voruntersuchungen wegen des Verdachts des Betruges und der Untreue gegen die beiden Gründer. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Der mutmaßliche Schaden wird laut "profil" nach derzeitigem Stand mit 13,7 Mio. Euro beziffert.(APA)

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