Schwerarbeiter: Neuer Vorschlag von Tomandl

3. September 2004, 19:40
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Staat soll für Zeiten der Schwerarbeit zusätzliche Beiträge zahlen

Wien - In der Diskussion um die Schwerarbeiterregelung wartet der Leiter der Pensionsreformkommission der Regierung, Theodor Tomandl, mit einem neuen Vorschlag auf. Demnach soll der Staat für Zeiten der Schwerarbeit einen zusätzlichen Beitrag entrichten, so Tomandl am Samstag im Ö1-Mittagsjournal.

Tomandl greift damit einem Vorschlag der Gewerkschaften auf. Anders als nach den Vorstellungen des ÖGB soll für den zusätzlichen Beitrag aber nicht der Arbeitgeber, sondern der Bund aufkommen. Höhere Beiträge von der Arbeitgeberseite würde nämlich zu einem Anstieg der Lohnnebenkosten führen.

"Hacklerregelung" verlängern

Nach seinem Modell hätten Schwerarbeiter dann die Wahl, so Tomandl, entweder mit 65 Jahren wegen der Zusatzbeiträge eine höhere Pension zu erhalten - oder bei einem früheren Pensionsantritt würde sie die Abschläge wegen der zusätzlichen Beiträge nicht wirklich treffen.

Tomandl betonte, dass dieser Vorschlag nur ein Zukunftsmodell sein könne. Daher sollte die bestehende "Hacklerregelung" um einige Jahre verlängert werden. (APA)

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