Britischer Söldnerführer in Simbabwe schuldig gesprochen

2. September 2004, 16:14
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Soll in Putschversuch in Äquatorialguinea beteiligt sein - Margaret Thatcher über Festnahme ihres Sohnes "erschüttert"

Johannesburg/London - Im Zusammenhang mit einem gescheiterten Putschversuch im westafrikanischen Kleinstaat Äquatorialguinea ist am Freitag ein Brite in Simbabwe schuldig gesprochen worden. Nach Überzeugung eines Gerichts in der Hauptstadt Harare hatte der mutmaßliche Söldnerführer und ehemalige Elite-Offizier Simon Mann versucht, Kriegswaffen für den Putschversuch zu beschaffen. 66 mitangeklagte Männer, die vor fünf Monaten zusammen mit Mann festgenommen worden waren, seien freigesprochen worden, berichtete der südafrikanische Rundfunk. Ihnen drohen aber noch Strafverfahren wegen Einwanderungsvergehen.

Strafausmaß steht noch nicht fest

Das Strafmaß für Mann - einen Freund und Geschäftspartner des in dieser Woche in Südafrika festgenommenen und unter Hausarrest stehenden Mark Thatcher - soll am 10. September verkündet werden. Der 51-Jährige Sohn der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher steht im Verdacht, den Putschversuch mitfinanziert zu haben.

Margaret Thatcher (78) soll nach Angaben von Freunden über die Festnahme ihres Sohnes in Südafrika "erschüttert" sein. Wie britische Boulevardzeitungen berichteten, ist die ehemalige "Eiserne Lady" aber von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Margaret Thatcher, die am Freitag aus einem Urlaub in den USA nach London zurückkehrte, hat sich bisher zu den Vorgängen um ihren Sohn offiziell nicht geäußert. (APA/dpa)

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    Die Angeklagten im Söldnerprozess in Simbabwe

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