Positive Erinnerungen an Sporting Lissabon

15. September 2004, 14:33
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Hütteldorfer schalteten die Portugiesen im Cupsieger-Achtelfinale 1995 aus - Hickersberger: "Brauchen zwei gute Tage"

Wien - Beim österreichischen Fußball-Rekordmeister Rapid werden angesichts der Auslosung für die erste Runde im Fußball-UEFA-Cup (Spieltermine 16. und 30. September) positive Erinnerungen wach. Auf Sporting Lissabon trafen die Hütteldorfer zuletzt im Achtelfinale des Cup der Cupsiegers 1995/96, als die Grün-Weißen aus Österreich gegen die Grün-Weißen aus Portugal nach einem 0:2 in der Fremde im Heimspiel noch die Wende schafften, mit einem 4:0 nach Verlängerung die Runde der letzten Acht erreichten und schließlich erst im Finale von Paris SG gestoppt wurden.

An das legendäre Spiel am 2. November 1995 kann sich Rapids Andi Ivanschitz nur noch vage erinnern. "Ich habe das Spiel daheim im Fernsehen gesehen, Genaueres weiß ich aber nicht mehr", meinte der 20-Jährige. Über den Kontrahenten weiß der ÖFB-Teamkapitän nach eigenen Angaben nicht allzu viel. "Aber mit Sicherheit ist es ein schwieriger Gegner, der so wie Rapid einen großen Namen hat", meinte der Mittelfeldspieler, der von einer "großen Herausforderung" und einem "harten Brocken" sprach.

"Wir freuen uns auf die Portugiesen"

In die gleiche Kerbe schlug Rapid-Coach Josef Hickersberger. "Ein sehr attraktiver Gegner. Wir freuen uns auf die Portugiesen, werden aber zwei gute Tage brauchen, um sie auszuschalten", sagte der frühere ÖFB-Teamchef.

Der 18-fache portugiesische Meister (zuletzt 2002) und zwölffache Cupsieger (zuletzt 1995) startet am Samstag mit dem Heimspiel gegen Gil Vicente in die neue Meisterschaftssaison. "Wir werden Sporting dabei beobachten", kündigte Hickersberger an.

Schmucke neue Heimarena

Der Klub aus der Hauptstadt besitzt mit dem EM-Stadion "Jose Arvalade" (52.000 Sitzplätze) eine schmucke neue Heimarena und darf auf eine ruhmreiche Tradition zurückblicken. Neben aller nationalen Erfolge gewann Sporting 1964 den Europacup der Cupsieger, stand aber damals wie heute zumeist im Schatten des erfolgreicheren Stadtrivalen und Rekordmeisters Benfica.

Mit österreichischen Klubs machte die Mannschaft des derzeitigen Trainers Jose Peseiro, in der unter anderem Portugals Teamgoalie Ricardo (hielt im EM-Viertelfinale im Elferschießen gegen England den entscheidenden Penalty ohne Handschuhe) oder Ex-Barca-Kicker Rochemback stehen, zuletzt unliebsame Bekanntschaft. Schon zwei Saison vor dem Rapid-Out widerfuhr den Portugiesen im UEFA-Cup-Achtelfinale ein ähnliches Schicksal, als sie in Salzburg einen 2:0-Vorsprung durch eine 0:3-Niederlage nach Verlängerung aus der Hand gaben.

1969/70 im Messestädte-Cup (4:0,2:2 gegen LASK) und 1987/88 in der ersten Cupsieger-Runde (4:0,2:4 gegen FCS Tirol) setzte sich Sporting allerdings gegen österreichische Vertreter durch.(APA)

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