Österreich wird "gesundheitsengagierter"

3. September 2004, 13:33
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Mehr Informationen zu Ernährung, Sport, Homöopathie und Symptomerkennung gewünscht

Wien - Die Gruppe der Österreicher, die sich intensiv mit dem Thema Gesundheit beschäftigt, das sind immerhin 55 Prozent der Bevölkerung, wurde vom Merkur Gesundheits-Monitor unter die Lupe genommen. Mehr als die Hälfte dieser Menschen glaubt der Studie zufolge, noch mehr für die Erhaltung ihrer Gesundheit unternehmen zu können. Die Verantwortung für das eigene psychische und physische Wohlbefinden wird demnach immer bewusster, mehr Informationen wünscht man sich jedoch zu den Themen richtige Ernährung, Sport, Homöopathie und Symptomerkennung von Krankheiten.

Mehr als die Hälfte der Österreicher gibt in der Studie an, sich sehr häufig Gedanken über die eigene Gesundheit zu machen. Je jünger die gesundheitsinteressierten Personen sind, desto häufiger sind sie der Meinung, dass noch mehr zu tun wäre. Ältere Personen hingegen sind mit ihren Bemühungen deutlich zufriedener.

Bewusstsein durch Medienresonanz

Tatsächlich sorgsamen Umgang mit seinem Körper pflegt jeder dritte Österreicher. Zu einer gesteigerten Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung hat vor allem die Medienresonanz zum Thema Gesundheit in den vergangenen Jahrzehnten beigetragen, heißt es im Gesundheits-Monitor. Den Menschen sei bewusst geworden, dass man selbst dazu beitragen muss, das eigene psychische und physische Wohlergehen zu erhalten.

Die Studie ortet trotz gestiegener Medieninformation aber in vielen Bereichen einen Mangel an kompetenter Information. 47 Prozent aller gesundheitsinteressierten Österreicher haben noch Fragen zu bewusster und richtiger Ernährung. 40 Prozent sind der Meinung, sich, was sportliche Betätigung betrifft, noch nicht richtig auszukennen. Zu homöopathischen Mitteln und Symptomerkennung von Krankheiten gibt es für je 36 Prozent der Befragten noch Informationsbedarf. Am wenigsten wollten die befragten Personen über Tabuthemen wie Suchtprävention und Umgang mit psychischen Problemen und Depressionen wissen. (APA)

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