Güterverkehr wird bis 2015 stark wachsen

8. September 2004, 13:57
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Schweizer Institut: Personenverkehr mit plus 15 Prozent in Westeuropa - Stärkerer Anstieg in Beitrittsländern - Schiene kann Anteil im Westen halten

Basel/Brüssel - Der Güterverkehr in Westeuropa wird zwischen 2003 und 2015 um ein Drittel steigen, während der Personenverkehr um 15 Prozent zulegen dürfte, erwartet das Schweizer Institut ProgTrans laut einer am Freitag veröffentlichten Studie. Damit werde der Gütertransport schneller wachsen als die Wirtschaft insgesamt. In den Beitrittsländern erwartet das Institut einen Anstieg des Güterverkehrs um 37 Prozent und des Personenverkehrs um 24 Prozent.

Bahn muss Transportvolumen kräftig steigern

Die Bahn werde in Westeuropa ihren Marktanteil von etwa 12,6 Prozent nahezu halten können, müsse dazu aber ihr Transportvolumen um gut 30 Prozent steigern, so Stefan Rommerskirchen, Geschäftsführer der ProgTrans AG. In Osteuropa werde der Anteil der Bahn allerdings von derzeit 50 auf 32 Prozent sinken, der Anteil der Straße auf 66 Prozent steigen.

Das Privatauto bleibt für den Personentransport das dominierende Verkehrsmittel. 34 Millionen zusätzliche Pkw werden 2015 auf den Straßen der derzeitigen 25 EU-Staaten, Norwegens und der Schweiz rollen. 83 Prozent der Personentransporte am Land werden weiter mit dem Pkw abgewickelt, die Transportleistung mit Pkw wird 4.600 Milliarden Personenkilometer betragen. In Westeuropa wird es statt gut 500 knapp 570 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner geben, in den Beitrittsländern 420 statt 310. Sie erreichen damit das Niveau, das Westeuropa 1991 hatte.

Starke Zuwachsraten im Luftverkehr

Einen massiven Anstieg wird es laut Studie im Luftverkehr geben. Jährliche Steigerungsraten von 4,3 Prozent im Westen und fünf Prozent im Osten ergeben bis 2015 einen Zuwachs von 52 Prozent im Westen und 63 Prozent im Osten, wo allerdings auch 2015 nur etwa drei Prozent aller Flugpassagiere befördert werden dürften. Der Luftfrachtverkehr in ganz Europa wird ebenfalls fast um die Hälfte steigen, die Beitrittsländer dürften auch hier leicht aufholen, mit einem Anteil von zwei Prozent aber auch 2015 erst eine untergeordnete Rolle spielen. (APA)

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    Der Anteil der Straße beim Güterverkehr wird in Osteuropa auf 66 Prozent steigen, so das Schweizer Institut ProgTrans.

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