Tele2-Einstieg in Schweizer Mobilfunk schwieriger als erwartet

3. September 2004, 10:22
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Start auf nächsten Sommer verschoben

Der Einstieg des Telekommunikationsunternehmens Tele2 in den Schweizer Mobilfunk ist schwieriger als erwartet. Der Start soll nun nächsten Sommer erfolgen. Ursprünglich wollte Tele2-Chef Roman Schwarz bereits im zweiten Quartal dieses Jahres loslegen.

"Ich wollte schon in diesem Jahr etwas machen, aber es ist zäher, als ich gedacht habe."

Das Handy-Angebot von Tele2, das auch in Österreich tätig ist, komme Mitte nächsten Jahres, sagte Schwarz in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" vom Freitag: "Ich wollte schon in diesem Jahr etwas machen, aber es ist zäher, als ich gedacht habe."

Bewilligung

Die erste Baubewilligung für das eigene Handynetz sei eingereicht und er hoffe, sie bald zu bekommen, sagte Schwarz: "Wir halten am Plan fest, dass wir in Zürich mit einem City-Netz starten. Dann gehen wir weiter - nach Bern, Lausanne, Genf, Basel." Ein Roaming-Abkommen mit den etablierten Anbietern (Swisscom, Sunrise, Orange) habe er noch nicht. "Sonst kein Kommentar", sagte Schwarz. Aufgegeben habe er aber noch nicht.

Lizenz für ein landesweites Mobilfunknetz

Tele2 hatte im Dezember 2003 die Lizenz für ein landesweites Mobilfunknetz erhalten. Das Unternehmen will laut früheren Angaben kein nationales Netz erstellen, sondern eines der bestehenden Netze mitbenutzen. Bei den drei Konkurrenten Swisscom, Orange und Sunrise hält sich die Begeisterung darüber aber in Grenzen. (APA/sda)

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