Das Prinzip Reduktion

26. September 2004, 22:50
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Die "Hampton" von Baume & Mercier feiert ihr zehnjähriges Jubiläum

In der für Uhren-Verhältnisse doch relativ kurzen Zeit von zehn Jahren hat es die "Hampton" zur erfolgreichsten Linie des Hauses Baume & Mercier geschafft. Und das hat gute Gründe: Die schlichten, ergonomisch gewölbten Gehäuse im Retrolook markierten einen Trend, der viele Nachahmer gefunden hat. Auch bei den klar gezeichneten Zifferblättern verzichteten die Designer der "Ur-Hampton" ganz bewusst auf jegliches Beiwerk. Damit frönten sie ganz offensichtlich dem bewährten Prinzip unbedingter Reduktion auf das Wesentliche. Die sachlich-rechteckige Gestalt weckt Erinnerungen an das Straßenbild des New Yorker Stadtteils Manhattan, welches - aus der Luft betrachtet - wie mit dem Lineal gezogen erscheint.

Nachdem die Neue Welt seit langem einer der wichtigsten Märkte für Baume & Mercier ist, kam 1994 auch die Namensgebung nicht von ungefähr. Neben der formalen Bedeutung des Rechtecks in der amerikanischen Architektur und Städteplanung spielte ein beliebtes Ausflugsziel der New Yorker eine entscheidende Rolle: die langen Strände der Hamptons. Bereits in den eleganten 1930er-Jahren, als rechteckige Armbanduhren absolut en vogue waren, versammelten sich Highsociety und Prominenz an heißen Sommerwochenenden mit Begeisterung an diesem herrlichen Flecken Erde.

Gleichwohl reichte es nicht, sich auf diesem Erfolgsrezept auszuruhen. An einer konsequenten Modellpolitik kam man deshalb auch nicht vorbei. Neben der femininen Premieren-"Hampton Classic" mit Stahlgehäuse, Quarzwerk und kleiner Sekunde umfasst die Kollektion inzwischen zahlreiche Deklinationen eines faszinierenden Themas. Dazu gehört beispielsweise ein elektronischer Chronograph im maskulinen XL-Format. "Hampton Milleis" ist die behutsame Abkehr von der puristischen Sachlichkeit. Sanfte Rundungen und guillochierte Zifferblätter beweisen, dass die Zeit bei der traditionsreichen Uhrenmarke nicht stehen geblieben ist. Besonders die "Milleis XL" mit Automatikwerk entspricht den Anforderungen des frühen 21. Jahrhunderts, in der opulente Dimensionen nicht nur beim männlichen Geschlecht absolut angesagt sind.

2002 sorgte die "Hampton Spirit" am Uhrenmarkt für Aufsehen. Ihr in die Breite gehendes Design erinnert an einen klassischen Fernsehbildschirm und interpretiert das Thema Nostalgie am Handgelenk auf durchaus verblüffende Weise. Insbesondere die Kombination mit einem automatischen Mondphasen-Kalender, Kaliber 5600 von Dubois-Dépraz, erweckt bei der "Spirit XL" den Geist der 50er-Jahre, ohne in irgendeiner Weise zopfig oder gar altbacken zu wirken.

Natürlich kommen auch die Frauen in den Genuss des gestalterisch raffinierten Hampton-Geistes. Mit seinen grazilen Kurven repräsentiert das kleine, brillantbesetzte Modell eine Synthese aus gestalterischer Raffinesse, Modernität und chronometrischem Charme, kurzum eine echte Hommage an die Weiblichkeit.

Last but not least

Die ausgesprochen markante "Hampton City". Baume & Mercier brachte die aktuellste Variante im Jahre 2003 als Ausdruck eines metropolitischen Lebensstils auf den Markt. Geschaffen für Zeitgenossen, die innovatives Design lieben und trotzdem den Link zu vergangenen Epochen nicht missen wollen. Diesem vermeintlichen Spagat wird ein augenfälliges, man könnte auch sagen geschmeidiges Design mit durchaus energischer Silhouette gerecht. Klar, dass in der maskulinen Version dieses Zeitmessers ein vielseitiger Chronograph mit dem bewährten Automatikkaliber Eta 2894, spiralförmiger Tachymeterskala und ergonomischen Drückern optimal aufgehoben ist. Der Zifferblattausschnitt im aktuellen 16:9-Format bietet viel Platz für die zeitschreibende Zusatzfunktion mit großem 30-Minuten-Zähler bei der "9".

Urbanen Charakter verstrahlt auch die kleine Ausführung mit Milanaise-Armband. Weil moderne Frauen Komfort und Präzision deutlich höher bewerten als das sanfte Ticken überlieferter Mechanik, offeriert Baume & Mercier in diesem Fall nur lautlos schwingende Quarze. Beim Gehäuse- und Bandmaterial bleibt Baume & Mercier eisern im wahrsten Sinne des Wortes, hier gibt es nämlich ausschließlich edlen Stahl. Und der passt zu sämtlichen Ausprägungen des Geburtstagskinds ohnehin am allerbesten. (DERSTANDARD/rondo/Gisbert L. Brunner/27/09/04)

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