Geschäftsführerwechsel bei OeNB-Tochter

2. September 2004, 19:36
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Wolfgang Färber und Josef Schneider verlassen Banknoten- und Sicherheitsdruckerei (OeBS) einvernehmlich - Entscheidung "nichts mit Singapur-Auftrag zu tun"

Wien - Die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruckerei (OeBS), eine Tochter der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), hat ihre Geschäftsführung ausgewechselt. Mit sofortiger Wirkung ist Johannes Miller (40) für den technischen Bereich und Michael Wolf (60) für den kaufmännischen Bereich verantwortlich, teilte die OeBS heute, Donnerstag, mit. Miller war zuletzt als Unternehmensberater, Wolf als Hauptabteilungsleiter des Rechnungswesens der OeNB tätig. Das Dienstverhältnis mit Wolfgang Färber (61) und Josef Schneider (53), die die OeBS seit ihrer Ausgliederung aus der OeNB geleitet hatten, sei einvernehmlich aufgelöst worden, sagte der OeBS-Sonderbeauftragte Kurt Meyer am Donnerstag zur APA.

"Strategische Neuausrichtung"

Als Grund für die Rochade nannte Meyer eine "grundlegende strategische Neuausrichtung" des Unternehmens. Es gehe darum, wie man sich besser am Weltmarkt positionieren könne, und dies wolle man mit einer neuen Mannschaft tun. "Mit dem Singapur-Auftrag hat diese Entscheidung überhaupt nichts zu tun", sagte Meyer.

Der Vizechef der OeNB-Tochter Münze Österreich war den beiden bisherigen Geschäftsführern diesen Juli als "Sonderbeauftragter" beigestellt worden, um unter anderem den Singapur-Auftrag abzuarbeiten. Bei diesem Großauftrag waren im Juli Schwierigkeiten - u.a. Abwicklungsprobleme und enge Kalkulationen - bekannt geworden.

Singapur-Geschäft läuft "sehr gut"

Mittlerweile laufe das Singapur-Geschäft "sehr gut". Meyer rechnet damit, den vereinbarten Druck von einer halben Milliarde Singapur-Dollar termingerecht bis Ende dieses Jahres abgewickelt zu haben. Aus dem Geschäft werde die OeBS ausgeglichen aussteigen, so Meyer.

Bis Mitte nächsten Jahres sei die Banknoten- und Sicherheitsdruckerei ausgelastet. Dem Unternehmen sei es gelungen, zahlreiche internationale Aufträge zu bekommen, "zu entsprechend guten Preisen". Nach einem Verlust in 2003 hatte sich die OeBS ein rigoroses Sparprogramm verordnet. (APA)

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